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Verarbeitung und Äußeres Erscheinungsbild


Über Design lässt sich bekanntlich nicht streiten. Im Falle des Themaltake Element S dürfte dies wohl auch nicht allzu oft nötig sein. Bei der Farbwahl treffen die Designer absolut den aktuellen Zahn der Zeit. Nicht nur, dass das Schwarz das noch vor einigen Monaten dominierende Silber wieder auf Abstand hält, auch die matte Ausführung der Grundfarbe kommt nicht von ungefähr. Akzente setzt ein matt roter Farbsaum um die vordere Klapptür, die die Laufwerks- und Lüfterblenden im geschlossenen Zustand verdeckt. Zusammen mit dem rot leuchtenden LED-Lüfter im Deckel ergibt sich eine Farbkombination, die man zurzeit auch bei einigen Geräten der Unterhaltungselektronik findet. Kanten, Sicken und gerundete Ecken auf Oberfläche und Seitenwand erzeugen Charakter, ohne dabei zu dick aufzutragen. Schwarze Lüftergitter fügen sich nahtlos ins Design ein und öffnen die Flächen, um den Lüftern Zugangswege zuzuweisen. Die Laufwerkstür ist völlig schnörkellos und verleiht dem Gehäuse somit eine elegante Front. Sinnvoll eingegliedert in die Formensprache ist das I/O-Panel, welches an der vorderen Kante der Oberfläche zu finden ist und so auch ergonomisch keine Wünsche offen lässt, solange das Gehäuse auf den Boden gestellt wird. Aufgrund der Abmessungen dürfte dies dem Regelfall entsprechen. Zwar ist das Element S kein Bigtower, hat aber für einen Miditower recht ausladende Maße. Halt findet es auf dem Boden mit einfachen Plastikfüßen. Auch wenn Design Geschmackssache ist und bleibt, so kann das Gestaltungskonzept des Element S überzeugen. Auffälliges Design ist hier gepaart mit Eleganz und Chic und sorgt für erfrischende Abwechslung, ohne es dabei zu übertreiben.


Optik ist nicht alles! Wenn die Verarbeitung nicht überzeugen kann, werden die guten Ansätze schnell im Keim erstickt. Das Element S ist aus Stahl und Plastik gefertigt. Der eine oder andere hätte sich eventuell Aluminium als Grundbaustoff gewünscht, doch Alu-Gehäuse der Premiumklasse rangieren üblicherweise in einer deutlich höheren Preisklasse. Front und Oberaufbau sind aus Plastik gefertigt und fügen sich optisch gesehen nahtlos an das Metall des Gehäuses an. Überhaupt können Spaltmaße und Materialübergänge überzeugen. Allerdings ist der Kunststoff in Bezug auf seine Haptik keine Offenbarung.


Durch sinnvolle Mechaniken und z.B. die Kantenummantelung (Plastikschiene) der Seitenwände wird ein hochwertiger Eindruck erzeugt. Auch die Platikschaniere der Tür, welche angenehmerweise durch magnetische Kraft geschlossen bleibt, macht einen soliden Eindruck und dürfte auch eine mehrmalige Benutzung überstehen. Hier und da hätte die eine oder andere Kante etwas weniger scharf oder ein Gewinde leichtgängiger sein dürfen. Doch alle Mängel sind weit davon entfernt, gefährlich oder deutlich sichtbar zu sein, sodass wir dem Element S keine perfekte, aber eine gute bis sehr gute Verarbeitung attestieren können. Besonders überzeugt hat die Stabilität und die Solidität des gesamten Gehäuses.


Intelligente Detaillösungen wie die schwarz gesleevten Kabel und der Kontaktpunkt für die Stromversorgung des Lüfters in der Seitentür bieten sowohl einen optischen als auch funktionellen Mehrwert. Die Elemente des I/O-Panels sind sauber und stabil eingefügt und bieten keinen Anlass zur Kritik. Soweit so gut, Verarbeitung und Design haben eine solide Basis für ein gutes Ergebnis gelegt. Ob das Element S nun beginnt zu straucheln oder sich mit weiterhin guten Leistung ins Ziel retten kann, überprüfen wir im folgenden Abschnitt.