Funktionalität

Auch wenn das Gehäuse dafür in Deutschland eigentlich gar nicht zugelassen ist, so haben wir es doch über mehrere Wochen im Praxiseinsatz getestet. Viel gibt es dort allerdings nicht zu sagen: Aufgrund der guten Verarbeitung und der kompakten Bauweise, sowie des verwendeten Materials sind störende Vibrationen kein Thema. Generell ist das Gehäuse bei der richtigen Wahl der Komponenten und der Lüfterdrehzahl durchaus silent-tauglich, wenn auch nichts für extreme Ansprüche in dieser Richtung, da einfach die Möglichkeit der Dämmung fehlt. Ein umso größeres Thema ist dafür leider der allgegenwärtige Staub. Eine Druckluft-Dose oder gar einen kleinen Kompressor weiß man schon nach wenigen Tagen zu schätzen. Und auch Fingerabdrücke sieht das Acrylglas-Gehäuse nicht gern, allerdings lassen sich diese mit etwas Umsicht auch weitestgehend vermeiden.

Die Belüftung der Hardware war aufgrund des gelungen Raumkonzeptes zu jeder Zeit erstklassig. Für 14 Tage im Hochsommer lief sogar ein Crossfire-Gespann aus zwei HD 3870 Karten in dem Rechner - ohne das kleinste Temperaturproblem. Hier machte sich der durchgehende Luftstrom, den die beiden Lüfter im oberen Bereich erzeugen, sichtlich bezahlt. Der Lüfter des Netzteils sorgte im unteren Bereich dafür, dass auch der Festplatte nicht zu warm wurde. Dazu trägt aber sicherlich auch die sehr freie Einbauposition bei.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die seitliche Anordnung aller wichtigen Anschlüsse des PCs. Da das Cube Case dafür prädestiniert ist, auf dem Schreibtisch zu stehen, hat man entweder einen großen Kabelbaum auf dem Tisch, oder aber man positioniert das Case so, dass die linke Seite direkt zu einer der Tischkanten zeigt.

Wie schon erwähnt, hat die kompakte Bauform uns auch nach Wochen noch sehr gut gefallen. Zum Vergleich: Der Verfasser dieses Artikels nutzt als privaten PC ein System auf Basis des Lian Li V350. Obwohl dieses Gehäuse nur wenige Zentimeter kleiner ist, bietet es nur einem Micro-ATX-Mainboard Platz und verfügt im Prinzip über die gleiche Anzahl an Einbauschächten. Da ist man schon etwas baff, wenn ein eher unbekannter Hersteller wie Sunbeam einem auf ähnlichem Raum ein komplettes ATX-System vor die Nase stellt.

Leider heißt die kompakte Bauform nicht automatisch, dass das Gehäuse für häufige Transporte prädestiniert ist. Hier hat das Material und die Bausatz-Konstruktion eben doch seine Grenzen: Bei Transporten ist Vorsicht geboten, denn sonst ist das Gehäuse schnell verkratzt. Ebenso sorgt die Bauweise dafür, dass das Gehäuse beim Tragen mit der Hand leicht instabil wirkt, vor allem, da die Thumbscrews sich bei diesem Vorgang gerne ein wenig lösen. Nach einem Transport sollte man also alle Schrauben kurz überprüfen und gegebenenfalls nachziehen.

Die Optik ist sicherlich gerade bei einem Gehäuse aus Acrylglas extreme Geschmackssache. Daher erlauben wir uns an dieser Stelle auch nur die rein subjektive Aussage, dass der Autor ebenso wie einige Redaktionsmitglieder zwar durchaus angetan war, aber nun doch wieder lieber auf sein Aluminium-Gehäuse schaut. Gefallen hat auf jeden Fall die unter UV-Licht recht kräftige blaue Illuminierung, die von dem Gehäuse ausgeht und ausreicht einen ganzen Raum in blaues Licht zu tauchen.