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Zusammenbau, Verarbeitung & Erscheinungsbild

Nach dem Öffnen der Verpackung erwartet uns zunächst ein fest verzurrtes Päckchen, in dem alle Teile des Gehäuses enthalten sind.

Ohne Messer oder Schere kommt man hier nicht weiter, und nachdem das Hilfsmittel der Wahl zur Hand ist, können endlich alle Teile freigelegt werden. Hier wartet auch gleich die erste Überraschung auf uns. Sunbeam hat offensichtlich an alles Gedacht: Wirklich jedes kleine Einzelteil, ja sogar jede Schraube befindet sich in einer kleinen, beschrifteten Plastiktüte mit Stückzahlangabe und kurzer Benennung des Teils. Außerdem liegt immer eine Schraube mehr als eigentlich angegeben und benötigt bei, so dass man im Falle eines Verlustes nicht gleich komplett aufgeschmissen ist.

Schnell fällt uns die Anleitung in die Hände. Neben einer kompletten Auflistung des Lieferumfangs, (wir reden hier von wirklich komplett, auch hier ist jede Schraube dokumentiert) beschreibt sie auf 3 DIN-A4 Seiten in wenigen, gut bebilderten Schritten den Zusammenbau des Gehäuses. Zwar sind die wenigen Sätze in eher holprigem Englisch gehalten, aber ein einigermaßen des Englischen mächtiger Käufer, der mit ein wenig technischen Verstand und räumlichen Vorstellungsvermögen an den Zusammenbau geht, wird dank der guten Zeichnungen keinerlei Probleme haben.

Ähnlich große Sorgfalt hat man bei der Verpackung der Acrylglasteile walten lassen. Auch hier ist jedes Teil einzeln verpackt, und zwar in einer passgenauen Tasche aus dünnem Schaumstoff. Kratzer durch den Transport sind so auf den empfindlichen Teilen ausgeschlossen. Schnell wird einem klar, dass man jetzt vor einem Problem steht: Das Anfassen der Teile würde viele hässliche und auf dem transparenten Material gut sichtbare Fingerabdrücke hinterlassen. Will man also später nicht gleich eine Reinigungsorgie ins Haus stehen haben, so muss man Handschuhe benutzen. Und auch hier hat Sunbeam mitgedacht, ein Paar weiße Stoffhandschuhe liegt bei. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, eingepackt in einer beschrifteten Plastiktüte.

Wie man sieht, wurde auch an Lüftergitter für die beiden mitgelieferten Lüfter gedacht. Sehr gut! Die Handschuhe dürften allerdings für jeden Europäer, der das 12. Lebensjahr vollendet hat, zu klein sein. Hier merkt man eben doch, dass das Gehäuse aus dem asiatischen Raum kommt. Zwar ist es möglich sie überzustreifen, aber wirklich bequem arbeiten kann man damit nicht. Dafür kann man die Handschuhe schon mal prima der besseren Hälfte geben - falls sie sie bei der Hochzeit mal brauchen sollte. Alternativ könnte sie auch gleich den Zusammenbau erledigen, denn der ist wirklich so einfach wie der Aufbau von Billy-Regalen und soll nun in ein paar Schritten bebildert gezeigt werden.

Zunächst einmal wird die Bodenplatte mit 4 runden Standfüßen aus Acrylglas versehen, die einfach auf die dafür vorgesehenen Markierungen geklebt werden. Außerdem werden mit Thumbscrews schon die ersten Hilfsteile angebracht, die später die Bodenplatte mit den Seitenwänden verbinden werden. Die Thumbscrews sind leider nicht vollständig aus Metall, der Kopf besteht aus einfachem Kunststoff. Daher muss man hier mit seinen Kräften etwas haushalten, um die Schraubenköpfe beim Anziehen nicht abzudrehen. Ein Anziehen der Schrauben mit aller Gewalt ist also nicht zu empfehlen, wobei sich dies bei dem Umgang mit einem Gehäuse aus Acrylglas eigentlich schon von selbst verstehen sollte.

Weiter geht es mit der Vormontage des linken Seitenteiles. Sehr ungewöhnlich ist bei diesem Gehäuse die Herausführung der I/O Blende und der Slot-Ausgänge auf dieser Seite des Gehäuses. Somit muss zunächst die ATX-Blende, das einzige größere Bauteil aus Metall (Aluminium-Blech), an das Acrylglas-Teil angeschraubt werden.

Der nächste Schritt ist dann das Vorbereiten der Zwischenebene, die später das Mainboard tragen wird und außerdem auch noch die Laufwerksschächte im 5,25"-Format an Ort und Stelle hält. Hier ist aber, abgesehen vom Einschrauben der Gewindebolzen für die Montage des Mainboards, nicht viel zu tun.

Nach diesen Schritten geht alles recht schnell. Es müssen nur noch die diversen Teile zusammengefügt und verschraubt werden, und schon ist das Case komplett aufgebaut.

An dieser Stelle ist es Zeit, einmal auf die wirklich ausgezeichnete Verarbeitungsqualität der Bauteile einzugehen. Sämtliche Gewinde sind als Metalleinsätze ausgeführt. Die Acrylglas-Platten sind CNC-gefertigt und verfügen über eine ausgezeichnete Passform. Außerdem verlassen sie ihre Schutzhülle allesamt völlig frei von Kratzern. Man mag es bei einem vermeintlichen "Plastik-Würfel" gar nicht glauben, aber Spaltmaße sind hier kein Thema. Dank der genauen Passungen hält alles gut zusammen und lässt sich sehr leicht ineinanderstecken. Man kann ohne zu übertreiben sagen: Von der Verarbeitungsqualität könnte sich manch ein etablierter Hersteller von Metallgehäusen eine gehörige Scheibe abschneiden. Besser geht es nicht. Keine Grate, nichts wackelt - eben genau so, wie man sich das von einem Gehäuse wünscht.

Sämtliche Schritte sind in der Anleitung gut bebildert und dank der beschrifteten Tüten hat man schnell immer die richtige Schraube zur Hand. Fast die komplette Montage des Gehäuses kann werkzeuglos erfolgen, da nahezu überall, Thumbscrews zum Einsatz kommen. Lediglich der aus Aluminium gefertigte Mainboard-Tray und das Panel mit den Power- und Reset-Schaltern müssen per Kreuzschraubendreher befestigt werden. Auf dem Panel befinden sich übrigens neben den obligatorischen Status-LEDS auch ein Audio Ein- und Ausgang (3,5mm Klinke) und 2 USB-Anschlüsse.

Nach knapp 45 Minuten ist der Zusammenbau auch schon erledigt und die Hardware kann einziehen. Werfen wir also nach ein paar Bildern des Gehäuses im fertig montierten Zustand einen Blick auf den Innenaufbau.

Die beiden mitgelieferten Lüfter sind im ausgeschaltetem Zustand übrigens völlig klar, doch sobald sie eingeschaltet werden, illuminieren je 4 UV-LEDs die Lüfter und regen somit die UV-reaktiven Acrylglas-Platten zum Leuchten an. Verstärken lässt sich dieser Effekt noch durch die zusätzliche Verwendung von UV-Kaltlicht-Kathoden, die das gesamte Gehäuse in blauem Licht leuchten lassen. Wer nicht auf dieses Farbspiel steht, für den bietet Sunbeam das Gehäuse auch in einer Variante ohne UV-Reaktivität an.