Praxistest 

In unserem Praxistest verbauen wir ein MSI X58 Eclipse SLI-Mainboard zusammen mit einem GeForece 8800GTX SLI-Gespann. Ein Tagan SuperRock 880W Netzteil und eine 3,5"-SATA-HDD sowie ein DVD-Brenner sollen außerdem an passender Stelle montiert werden. Um den Einbau möglichst einfach zu gestalten, sollten im Vorfeld beide Seitenteile abgeschraubt und die abnehmbare Front herausgeklemmt werden.

Nach dem Hereindrehen der Abstandhalter kann das Mainboard passgenau montiert werden. Die Erweiterungskarten werden über Kreuzschlitzschrauben an der Rückseite befestigt, so dass ein fester Halt garantiert ist. Leider hat auch das Spire Epoxi ebenso wie das Senator 6004-Gehäuse einen Ausschnitt im Mainboardtray, der den Sockel der Platine nicht genau abdeckt. Ein Kühler für den 1366-Sockel kann in unserem Fall nur mühselig eingebaut werden, da zwei Schrauben zum Teil mit Blech bedeckt sind.
Die Montage des Netzteils gestaltet sich aufgrund der Größe jedoch wieder recht einfach. Zunächst verbauen wir es im unteren Teil auf zwei verschiedene Weisen, da es um 180 Grad gedreht werden kann. Entscheidet sich der Anwender für den Einbau oben, muss zunächst die Erhöhung auf dem Deckel abgeschoben werden, was durch einen Sicherungsknopf ermöglicht wird. Da das Netzteil aufgrund der oberen Lüfter nicht angeschraubt werden kann, müssen mindestens die hinteren zwei Lüfter entfernt werden. Daher empfiehlt sich der Einbau des Netzteils im unteren Teil.

Für die Installation der externen Laufwerke wie DVD-Brenner werden einzelne Bleche hinter der Front herausgetrennt, das Stecksystem entriegelt und nach dem Einschieben wieder fixiert. Ähnlich einfach gestaltet sich der Einbau der HDD in einem Festplattenkäfig. Zunächst wird der 120 mm-Lüfter abgeklemmt, um die Halterungen herauslösen zu können. Dann kann die Festplatte eingeklemmt umd samt Halterung in den Käfig geschoben werden. Eine einzige Schwierigkeit kann darin bestehen, die Käfige wieder im 5,25"-Schacht zu befestigen, da sie sich bei unserem Sample wegen des Stecksystems erst nach mehrmaligen Versuchen installieren ließen.

Viele Aussparungen und Öffnungen im Mainboardtray ermöglichen ein durchdachtes Kabelmanagement. Da das Steuerpanel im Deckel montiert ist, stören die Kabel beim Einbau der Laufwerke nicht. Wegen der Höhe kann es jedoch notwendig sein, einzelne Stromkabel zu verlängern, wenn die Kabel optisch ansprechend verlegt werden sollen. So ist beispielsweise der 8-Pin-Anschluss des Mainboards zu weit entfernt, um das Kabel von unten nach oben führen zu können. Eine Verlängerung schafft Abhilfe.

Im nächsten Schritt schließen wir die Lüfter des Epoxi an eine Spannungsquelle an. Die blaue Beleuchtung im Deckel und in der Front erzeugt eine ansprechende Optik, auch wenn Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Bei einer Spannung von 12 V entsteht ein Rauschen der Luft, das vielen Anwendern bekannt ist. Erst nach einer Spannungsdrosselung ist die Lautstärke demnach erträglich und je nach Anwendung und Belastung völlig ausreichend.

Abschließend noch ein kurzer Blick auf weitere Möglichkeiten, die das Spire Epoxi bietet. Unter dem Deckel ist ausreichend Platz vorhanden, um einen Triple-Radiator zu montieren. Andere Komponenten einer Wasserkühlung wie Pumpe oder Ausgleichsbehälter können mit kleinen Modifikationen im 5,25"-Schacht verbaut werden. Werden größere Radiatoren eingesetzt, können Schläuche durch die Öffnungen nach außen geführt werden.


Ziehen wir nun ein Fazit aus der Review.