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Äußeres Erscheinungsbild

Das NZXT Tempest Evo ist zum größten Teil aus SECC-Stahl gefertigt. Dieser ist sowohl Außen als auch Innen mit einer mattschwarzen Lackierung überzogen, die gleichmäßig aufgetragen wurde. Ebenfalls mattschwarz sind die Kunststoffblenden auf dem Deckel und an der Front. Aufgrund des verwendeten Kunststoff und der zum restlichen Gehäuse passenden Lackierung wirkt dieser keineswegs billig oder unpassend. Die neun mattschwarz Frontblenden sind aus Mesh-Gitter gefertigt und besitzen rückseitig einen geklemmten Staubfilter, um das Gehäuse im Laufe der Zeit nicht in einen Staubbeutel zu verwandeln.

Im Top ist ein Frontpanel eingelassen, der zwei gut erreichbare USB 2.0 Ports, einen eSATA-Port und Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und Mikrofon bietet. Hinter dem leicht angewinkelten Frontpanel verstecken sich unter dem Mesh-Gitter zwei 140 mm Lüfter, die die warme Abluft aus dem Gehäuse saugen. Des Weiteren bieten diese beiden Lüfter noch eine Besonderheit, auf welche wir jedoch zu einem späteren Zeitpunkt eingehen werden. Um das etwas andere Innenleben des Tempest Evo zur Geltung zu bringen, hat NZXT diesem Gehäuse ein getöntes Fenster in Trapezform spendiert.

Dieses Fenster hebt sich, wie schon beim Vorgänger, leicht vom Gehäuse ab und besitzt eine abgeschrägte Randkontur. Außerdem hat im Fenster ein weiterer 120 mm die Aufgabe der Frischluftzufuhr übernommen. Einen faden Beigeschmack hat das Fenster jedoch: Durch die dünne Materialstärke und die Befestigung durch Clips kann es im ungünstigsten Fall zu Vibrationen kommen.
Im rechten Seitenteil hat man ebenfalls eine zu der linken Seite symmetrische Trapezform eingepresst. Dieser Bearbeitungsschritt ist jedoch nicht nur kosmetischer Natur, sondern auch praktischer. Welche Vorteile diese Trapezform hat, wird der spätere Praxistest zeigen. Ein Mangel, der bei näherem Betrachten ins Auge fällt: Durch die geringe Materialstärke neigen beide Seitenwände zu Vibrationen und lassen sich leicht eindrücken.

Im Heck des Tempest Evo findet ein 120 mm großer Lüfter Platz, der zusammen mit den 140 mm-Lüftern die warme Abluft aus dem Gehäuse befördert. Dank des recht groß ausgefallenen Luftgitters des Lüfters und dem Abschnitt zwischen Seitenwand und Slotblenden kann die Luft ohne größeren Widerstand entweichen. Ein kleiner Wermutstropfen für Casemodder: Der Hersteller stanzt das Gitter in die Rückwand ein, ein Wechsel oder das Entfernen ist nur mit größerem Arbeitseinsatz möglich. Jedoch hat man die Besitzer einer Wasserkühlung nicht unbeachtet gelassen. So stehen insgesamt vier Schlauchdurchführungen neben den Slotblenden zu Verfügung, um externe Wasserkühlungskomponenten, wie z.B. einen Radiator, zu installieren. Die geschlossenen, silbernen Slotblenden des Tempest hat NZXT beim Nachfolger durch schwarze Mesh-Blenden ersetzt, wodurch eine bessere Luftzirkulation erreicht werden soll. Im untersten Abschnitt ist die Aussparung für ein Standard-ATX Netzteil eingelassen. Durch die Anzahl der Bohrungen, acht an der Zahl, scheint sich noch eine Besonderheit anzubahnen, die sich wohl erst beim Einbau der Komponenten zeigen wird.

Um eine Übertragung von Vibrationen auf den Untergrund zu vermeiden, wurde das NZXT mit gummierten Füßen ausgestattet.

Doch genug der äußerlichen Schönheiten. Ob der innere Aufbau überzeugt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.