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Praxistest

Testweise wurde ein AM2+-Mainboard der Firma AsRock zusammen mit einem FSP-Netzteil und einem CD-Brenner von Samsung eingebaut. Zusätzlich wurden ein Scythe KamaMeter und eine Western Digital Festplatte installiert. Um einen leichten Einbau aller Komponenten zu ermöglichen, sollten zuerst die beiden Seitenteile mit Hilfe der Rändelschrauben gelöst und entfernt werden. Als Nächstes werden die Abstandshalter des Mainboards entsprechend den Bohrungen und der Mainboardgröße platziert. Nach Installation der I/O-Blende wird das Mainboard eingesetzt und mit Hilfe der schwarzen Schrauben befestigt.

Der Einbau des Kühlers kann dabei ruhig nach dem Einbau des Mainboards erfolgen, dank des großzügigen Ausschnitts ist genügend Platz zur Installation einer Backplate vorhanden. Anschließend erfolgt die Verschraubung des Netzteils in der dafür vorgesehen Position. Aufgrund der doppelt vorhandenen Bohrungen ist ein Wenden des Netzteils um 180 Grad keinerlei Problem. Für den Test saugt das Netzteil die Luft durch den Luftfilter an. Die Kabel des Netzteils lassen sich bequem hintern dem Mainboardtray verlegen und an den benötigten Stellen wieder durchführen. Dank des großen Ausschnitts hinter dem Mainboard ist es selbst mit kurzen ATX-Kabeln möglich, ohne Probleme eine saubere Verlegung des Kabels bis zum Stromanschluss des Mainboards zu ermöglichen. Das nach außen gewölbte Trapez im rechten Seitenteil ermöglicht auch die Verlegung dickerer Kabel hinter dem Mainboardtray.

Vor dem nun folgenden Einbau der optischen Laufwerke muss die aus Kunststoff bestehende Front abmontiert werden, nur so lassen sich die Frontblenden entnehmen. Die Installation des Laufwerks erfolgt schraubenlos und kinderleicht: Steckbrücke herausziehen, Laufwerk einsetzen, Steckbrücke einsetzen, in die geschlossene Position drehen und fertig. Die Installation der Festplatte erfolgt ebenso leicht über das Schienensystem. Die Schienen werden in die Bohrungen der Festplatte eingesetzt und müssen dann mitsamt der Festplatte in den Käfig geschoben werden. Ein Klicken verrät die korrekte und gleichzeitig feste Position. Dabei bleibt genügend Platz für überlange Grafikkarten wie die GTX295 oder die HD5970, denn zwischen Slotblende und HDD-Käfig beträgt der Abstand 32 cm. Die Erweiterungskarten müssen mit einem Schraubendreher befestigt werden, hier wurde an einer schraubenlosen Lösung gespart.

Dank des bebilderten Faltblattes gelingt der Anschluss des Frontpanels ohne Probleme, die Kabel sind zudem lang genug, um sie ordentlich verlegen zu können. Bei den Lüftern zeigt sich NZXT flexibel und stattet diese mit einem Molex-Stecker zum Durchschleifen aus oder bietet eine Auslese- und Stromversorgungsmöglichkeit an Mainboard und Lüftersteuerungen über einen 3-Pin-Stecker. Beim Starten des Rechners fallen einem die gleichmäßig beleuchteten blauen Lichtleisten ins Auge, unterstützt durch die Beleuchtung der Front- und des Seitenlüfters. Nicht ganz silenttauglich sind die Lüfter auf 12 V. Sie entfesseln wahrlich einen Sturm im Gehäuse. Die Drehzahl beträgt dabei bei voller Leistung 1.200 U/min für die 120 mm-Lüfter und 1.000 u/min für die 140 mm-Lüfter. Regelt man diese jedoch auf jeweils 600 – 700 U/min herunter, so sind sie kaum noch wahrnehmbar. Durch das Nine-Blade-Design der Lüfter fördern diese selbst bei niedrigen Drehzahlen genügend Luft. Nebengeräusche der Lüfter sind keine zu vernehmen.

Die Qual der Wahl: Dank der Schlauchdurchführungen bieten sich für Nutzer einer Wasserkühlung zwei Möglichkeiten zur Installation einer solchen an. Zum einen die interne Lösung, bei der ein 240 mm-Dual-Radiator mit einer max. Dicke von 30 mm über dem Mainboard installiert werden kann und die Pumpe samt Ausgleichsbehälter auf der Netzteilebene untergebracht werden. Wer einen 5,25"-Schacht opfert, kann den Ausgleichsbehälter auch in einen dieser Schächte verlagern. Als zweite Variante bietet sich die externe Platzierung eines Radiators an. Besonders für leistungsstarke Systeme ist dies empfehlenswert. Pumpe und Ausgleichsbehälter werden dabei weiterhin intern platziert. Die Seitenteil sind aufgrund fehlender Stabilität und Dicke nicht für die Installation eines Moras oder Evo 1080 geeignet.

Die Fakten sind aufgenommen und notiert, schreiten wir zur Auswertung.