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Äußeres Erscheinungsbild


Schaut man sich das PC-B10 so an, könnte man meinen, dass sich das Gehäuse besonders an die Leute richtet, die ihren Computer eigentlich gar nicht wahrnehmen wollen, sowohl akustisch als auch optisch. Wird jedoch der Blick unter den Schreibtisch gewagt, soll ein gewisses Lächeln nicht verborgen bleiben. So glänzt das Design durch puren Minimalismus. Glatte Fläche ohne jeglichen Schnörkel dominieren das Gesamtbild. Außerdem kommt das Aluminium der Haptik zu Gute, alles fühlt sich wertig an. An der Frontklappe finden sich nur zwei kleine Aussparungen für LEDs, an der Unterseite eingelasert der Schriftzug des Herstellers. Weitere Elemente, welche sich heutzutage eigentlich an jeder Vorderseite eines Gehäuses befinden, offenbart erst die geöffnete Frontklappe. Wer jetzt jedoch denkt, dass ein krasser Gegensatz zur Front vorherrscht, wird eines Besseren belehrt. Zu den insgesamt fünf 5,25"-Schächten mit gelochten und staubsicheren Blenden gesellen sich nur noch der Power- und Resetknopf, sowie ein Gitter, durch welches der ab Werk verbaute 140 mm-Lüfter zuverlässig die Festplatten kühlen soll.


Im Deckel befindet sich eine Klappe, welche das Front-I/O beherbergt. Leider führt sich hier der Pragmatismus fort: Lediglich zwei USB-Ports und zwei Audioanschlüsse kommen zum Vorschein, mehr nicht. Auf weitere USB-Ports, FireWire oder gar e-SATA muss verzichtet werden. Etwas enttäuscht waren wir über die Plastikfüßchen, auf denen das PC-B10 steht. Lian Li hat durchaus bewiesen, dass sie schickere Varianten im Sortiment haben, welche auch wesentlich besser passen für ein Gehäuse dieser Preislage. Zudem bieten die Füße keinerlei Entkopplung, was gar nicht so recht zum Gedanken eines leisen Gehäuses passen will.


Kaum zu glauben aber wahr: Dem designtechnischen Minimalismus bleiben die Ingenieure selbst an der Rückseite treu. Sonderliche Überraschungen gibt auch hier nicht, eher ausgewogene Standardkost. Die größte Besonderheit dürfte noch das unten verbaute Netzteil sein. Die Anzahl der Löcher für die Befestigung wurde dabei so gewählt, dass der Lüfter wahlweise nach oben oder nach unten zeigen kann, aber dazu später mehr. Klassenüblich sind sieben Slots für Erweiterungskarten und der 120 mm-Lüfter im Heck, welcher die warme Luft aus dem Inneren abtransportieren soll. Über dem Lüfter befinden sich noch zwei Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung, maximal 19 mm darf der Schlauchdurchmesser messen. Nachdem wir bei unserer letzten Review zum Lian Li PC-A77B etwas über die mäßige Verarbeitung verwundert waren, können wir beim PC-B10 Entwarnung geben. Die Qualität ist durchgängig auf hohem Niveau, keinerlei scharfe Kanten oder übergroße Spaltmaße stechen hervor. Bei einigen Detaillösungen waren wir auf den ersten Blick skeptisch, ob nicht doch ein Klappern auftritt, jedoch können wir dies mit ruhigen Gewissen verneinen.