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Innenraum


Nachdem man nun beim Äußeren regelrecht nach Dingen suchte, die erwähnenswert sind, sind wir natürlich gespannt, ob der Innenraum mehr hergibt. Auf den ersten Blick ergeben sich, abgesehen von der Einbauposition des Netzteils unten, wenig Neuerungen. Lässt man den Blick jedoch ein wenig schweifen, fallen dem Betrachter immer mehr Details ins Auge. Dass Lian Li hier wirklich ein Silent-Gehäuse konzipiert hat, fällt schon beim Abnehmen der Seitenteile auf. Diese sind, ebenso wie die Frontklappe, mit einer dünnen Schalldämmung versehen. So sollen störende Nebengeräusche dem Gehör fern bleiben. Bereits erwähnt haben wir die Einbauposition des Netzteils, welche sich entgegen der üblichen Gepflogenheiten unten im Gehäuse befindet. Dies hat den Vorteil, dass das Netzteil nicht aktiv in den Luftstrom eingebunden ist und sich somit weniger aufheizt. Das wiederum bewirkt, dass der Lüfter des Netzteils langsamer drehen kann. Damit der Lüfter von unten auch Luft ansaugen kann, wird das Netzteil auf einem kleinen Podest montiert. Eine darauf angebrachte Gummischicht vermeidet unnötige Vibrationen. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Netzteil nicht zwingend verschraubt werden muss. Näheres dazu später im Praxisteil. Ein nettes Gimmick am Rande: Vor dem Netzteil befindet sich eine Schiene, an der Kabel des Netzteils eingeklinkt werden können, damit sie nicht frei im Gehäuse liegen. Wie gewohnt befindet sich im vorderen unteren Bereich der Platz der Daten. Der Käfig fasst insgesamt vier Festplatten, welche alle auf einzelnen Rahmen befestigt werden, zudem sind diese entkoppelt. Auch hier bieten die Taiwanesen die Möglichkeit der werkzeuglosen Montage.


Wie sehr es dem Hersteller ernst ist in Sachen leiser Computer, zeigt sich auch in der Tatsache, dass sowohl 3,5"-Festplatten als auch 2,5"-Pendants verbaut werden können. Doch egal ob groß oder klein, gekühlt werden sie alle durch einen 140 mm-Lüfter in der Front. Ein weiterer Lüfter, diesmal im 120 mm-Format, befindet sich in drei der insgesamt fünf 5,25"-Schächte. Werden mehr als zwei der Plätze benötigt, kann dieser aber auch ausgebaut werden. Der Hersteller scheint jedoch nicht wirklich davon auszugehen, dass wirklich so viele optische Laufwerke verbaut werden, da die Möglichkeit der werkzeuglosen Montage nur für maximal drei Laufwerke vorhanden ist.


Der Mainboardbereich punktet mit guter Hausmannskost. Auch breite Hauptplatinen finden hier ausreichend Platz, einzig E-ATX wird außen vorgelassen. Im Bereich der S-ATA-Anschlüsse hat der Hersteller Platz für eine Kabeldurchführung gefunden, sodass diese sauber verlegt werden können und nicht unnötig im Luftstrom hängen. Darüber befinden sich zudem noch mehrer kleine Löcher, welche für die Fixierung weiterer Kabel genutzt werden können. Auf Höhe des CPU-Bereichs wurde für eine Aussparung gesorgt. So können Kühler mit einer Backplate ohne Ausbau des Mainboards installiert werden. Um die Luftzirkulation zu verbessern, sind die insgesamt sieben Slotblenden mit Lüftungsschlitzen versehen. An gleicher Stelle sorgen die Taiwanesen übrigens auch dafür, dass sämtliche Erweiterungskarten auch ohne Werkzeug ein- und ausgebaut werden können, dank eines patentierten Systems. Der darüber liegende 120 mm-Lüfter ist mittlerweile schon länger klassenüblich und darf natürlich auch in einem auf leise getrimmten Gehäuse nicht fehlen. Generell können wir wie schon außen auch innen die Verarbeitung loben. Scharfe Kanten sind ebenso Fehlanzeige wie nicht passende Löcher oder hakelige Verriegelungssysteme.