Reviews > Gehäuse > Lian Li PC7 SE-BIII Aluminium Tower > Erscheinungsbild & Verarbeitung

Äußeres Erscheinungsbild & Verarbeitung

Wenig Wert legt man im Hause Lian Li auf eine aussagekräftige Verpackung. Ein einfacher brauner Karton mit simplem Aufdruck des Inhalts muss reichen. Keine wirkliche Kritik, aber das Auge isst ja bekanntlicherweise mit. Wichtiger ist allemal der Inhalt. Befreien wir also das Case von seiner tristen Hülle. Styropor und Folie beseitigt, präsentiert sich dem Käufer das gute Stück: Wie gewohnt extrem leicht, gerade einmal 5,5 kg bringt es auf die Waage, bedingt durch die Witterung kaltes Aluminium soweit das Auge reicht. Einzig der obere und untere Teil der Front ist in Carbonoptik gehalten. Laut Artikelbeschreibung handelt es sich um ein schwarzes Gehäuse, besser ist es mit einem dunklen Grau zu beschreiben. Optisch sehr ansprechend!

Nach überstehenden Ecken und Kanten oder anderen Verzierungen sucht man beim PC7 SE-BIII vergebens, gerade Flächen an allen Seiten. Im Deckel befindet sich eine der angekündigten Weiterentwicklungen zum SE-BII: Es wurden auf Höhe des Netzteils Lüftungsschlitze eingearbeitet, um einem möglichen Wärmestau entgegenzuwirken. Ebenso befindet sich an der linken Seitenwand auf Höhe der Grafikkartenslots eine Öffnung, die für direkte Frischluftzufuhr für die Pixelbeschleuniger sorgen soll, eine durchaus sinnvolle Sache bei den heutigen hitzköpfigen Komponenten im Bauch eines Gehäuses.

Ein weiterer Luftdurchlass ist am unteren Teil der Forderseite zu finden. Zentriert darin ist das Lian Li-Logo eingearbeitet, der einzige "Farbklecks" am ganzen Gehäuse. Noch darunter kann der Käufer einen kleinen abgedeckten Schlitz ausfindig machen. Die schmale Abdeckklappe verbirgt die Frontanschlüsse für Audio, USB und Firewire. Auch hier ist alles passgenau, kaum ein Spalt ist auszumachen. Sehr aufgeräumt wirkt die Anordnung für die Laufwerksschächte sowie der Tasten und LEDs. Links bilden die Blenden für 5,25"- und 3,5"-Laufwerke eine Linie, neben den 3,5" Schächten sind die Tasten für Power-On, Reset und die Status-LEDs perfekt in die Front integriert. Insgesamt können im PC7 SE-BIII vier Laufwerke oder anderes Zubehör im 5,25"-Format und zwei im 3,5"-Format untergebracht werden, vollkommen ausreichend für alle erdenklichen Gerätschaften. Empfehlenswert sind auf jeden Fall Blenden für Laufwerke, gerade die Plastikfront eines DVD-ROMs kann das Gesamtbild durchaus zerstören.

Werfen wir noch einen Blick auf die Rückseite des Gehäuses, die aus unbehandeltem Aluminium besteht. Recht typisch der Anblick, alles befindet sich an seinem gewohnten Platz. Neben dem I/O-Shield kann man durch das Lüftungsgitter einen 120mm-Lüfter erspähen, für ausreichende Entlüftung sollte demnach gesorgt sein. Positiv fällt auf, dass neben den Seitenwänden auch das Netzteil und die Halterung des Seitenlüfters mit Rändelschrauben befestigt werden. Der Griff zum Schraubendreher bleibt also oftmals erspart.

Wie zu erwarten, präsentiert sich das das Case in einem sehr passgenauen Zustand. Einzig der Front war gelegentlich ein quitschendes Geräusch zu entnehmen. Die Ursache war schnell gefunden: Die Halterungen der Front, die im Prinzip nur aufgesteckt und abnehmbar ist, hat Spiel und sorgt bei jeder Bewegung des Gehäuses einein für die Ohren unangenehmen Ton.
Vorsichtig sollte der Nutzer mit der Abdeckklappe für die Frontanschlüsse umgehen. Zu grobes Öffnen und Schließen kann zu Abnutzungen an der Front führen. Um jeglicher Verwechslung vorzubeugen, ist an der Innenseite der Klappe jeder einzelne Anschluss beschriftet. Schauen wir uns den wohl  wichtigsten Teil für den regelmäßigen Wechsler von Hardware und Bastler an: Das Innenleben.