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Innenaufbau


Das Lian Li A77B kommt mit recht üppigen Ausmaßen daher, welche besonders bastelfreudigen Individuen eine Menge Raum für Planungen ermöglicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Doch nicht nur die Größe bietet dem Nutzer eigene Freiheiten. Dank der durchgehenden 5,25"-Schächte in der Front kann je nach Situation frei entschieden werden, wo Laufwerke und Festplatten untergebracht werden. Insgesamt zwölf Schächte bieten hierbei mehr Platz für alles Nötige und noch ein bisschen mehr. Weitere Freiheiten können bei der Wahl der Einbauposition des Netzteils genossen werden. Je nach Systemaufbau findet das Netzteil entweder oberhalb oder unterhalb des Mainboards Platz. Freunde der Extreme können sogar zwei Netzteile gleichzeitig verbauen, einen passenden Adapter liefert Lian Li jedoch leider nicht mit, eine zweite Netzteilblende jedoch schon.


Im Gegensatz zum Äußeren halten die Taiwanesen den Innenraum in klassischen Silber. Ab Werk platziert Lian Li drei Festplattenkäfige, welche insgesamt bis zu neun Festplatten Platz, Kühlung und Entkopplung bieten. Zwei davon befinden sich in der Front, der dritte oben im Heck. Weiterhin erlauben sechs weitere 5,25"-Schächte die Möglichkeit, nach Belieben optische Laufwerke, Lüftersteuerung oder Frontpanels unterzubringen. Bei einer genaueren Betrachtung des Innenraums fallen weitere Detaillösungen auf, welche sich als sehr nützlich erweisen. Ins Auge sticht natürlich in erster Linie die Aluminiumstrebe, welche als Halter für lange Erweiterungskarten dienen soll. Gerade bei aktuellen langen Grafikkarten mit dementsprechend schweren Kühlkörpern ist dies mehr als praktisch, besonders wenn der PC bewegt wird. Freunde der Optik werden jedoch sicherlich schnell zum Schraubendreher greifen und die Strebe entfernen.


Im Mainboardtray selbst hat Lian Li insgesamt zwei Kabeldurchführungen untergebracht. Vorbildlich sind diese mit einem Kantenschutz versehen, damit die Kabel nicht beschädigt werden. Zusätzlich bekam der Bereich um den CPU-Sockel einen großen Ausschnitt spendiert. So können CPU-Kühler, die eine Backplate für die Montage benötigen, ohne Ausbau des Mainboards installiert werden. Auch wenn Lian Li zwei Möglichkeiten für den Verbau des Netzteils eingeplant hat: Geht es nach dem Willen aus Fernost, wird selbiges unten im Gehäuse montiert. Eine Art Podest mit zwei "Schienen" aus relativ hartem Gummi und ein Staubfilter, der offensichtlich nur das Nötigste zurückhält, sollen den perfekten Platz für die Spannungsversorgung der Hardware bilden. Bleibt man mit seinem Blick an dieser Stelle fällt noch eine weitere Besonderheit auf: Zwar sind nur sieben Slotblenden vorhanden, jedoch bietet das A77B insgesamt zehn Aussparungen für Erweiterungskarten. Somit ist es theoretisch möglich, eine Kombination aus mehreren Grafikkarten und einem Mainboard zu verbauen, welches einen PCIe 16x Slot am untersten Ende besitzt. Das Netzteil muss dann jedoch nach oben wandern.