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Praxistest

Testweise wurde ein AM2+-Mainboard der Firma AsRock zusammen mit einem FSP-Netzteil und einem CD-Brenner von Samsung eingebaut. Zusätzlich wurden ein Scythe KamaMeter und eine Western Digital Festplatte installiert. Um einen leichten Einbau aller Komponenten zu ermöglichen, sollten zuerst die beiden Seitenteile mit Hilfe der Rändelschrauben und eines Kreuzschraubendrehers gelöst und entfernt werden.

Durch die fest integrierten Abstandshalter für das Mainboard ist die Befestigung solcher nicht nötig. Nach dem Ausbrechen der vorgefertigten I/O-Blende und dem Einsetzen der I/O-Blende des Mainboards kann dieses eingesetzt und verschraubt werden. Der Einbau des Kühlers kann, aufgrund des größzügigen Ausschnitts, nach der Installation des Mainboards erfolgen. Anschließend erfolgt die Verschraubung des Netzteils in der dafür vorgesehenen Position. Aufgrund der doppelt vorhandenen Bohrungen ist ein Wenden des Netzteils um 180 Grad problemlos möglich. Für den Test saugt das Netzteil die Luft durch den unten liegenden Luftfilter an. Eng wird es vor allem bei der Kabelverlegung, da hinter dem Mainboardtray weder Durchbrüche sind, noch genügend Platz für etwas dickere Kabel ist. Besonders bei kurzen ATX-Kabeln ist eine Verlegung quer über das Mainboard nahezu unvermeidlich.

Vor dem nun folgenden Einbau der optischen Laufwerke muss die Laufwerksblende mittels der beiden Kunststofflaschen herausgezogen  und die dahinter liegende Metallblende herausgebrochen werden. Die Installation des Laufwerks erfolgt schraubenlos und kinderleicht: Steckbrücke herausziehen, Laufwerk einsetzen, Steckbrücke einsetzen, in die geschlossene Position drehen und fertig. Eine Lüftersteuerung lässt sich nicht über das Schienensystem installieren. Hier kommt man um die Verwendung von Schrauben nicht herum. Die Installation der Festplatten erfolgt etwas komplizierter. Zunächst muss der Festplattenkäfig aus den Laufwerksschächten durch Lösen der Steckbrücken entfernt werden. Danach können die Festplatten in dem Käfig verschraubt und mitsamt dem Käfig in den Laufwerksschächten befestigt werden. Bei besonders langen Grafikkarten kommt es zu erheblichen Platzproblemen, da der maximal verfügbare Platz bei ungefähr 28 cm liegt. Vorteilhaft ist die einfache und bequeme Befestigung der Erweiterungskarten: Einfach den Clip öffnen, Karte einsetzen und anschließend den Clip wieder schließen.

Das Anschließen des Frontpanels gelingt, trotz des auf die englische Sprache begrenzten Faltblattes, ohne Probleme. Trotz ausreichend langer Kabel ist eine saubere Verlegung aufgrund fehlender Möglichkeiten nur schwer realisierbar. Für eine dezente Beleuchtung des Gehäuses sorgt der 220 mm große Seitenlüfter, die sich durch den außen angebrachten Schalter deaktivieren lässt. Der Seitenlüfter sowie die 120 mm großen Lüfter sind im 12 V-Betrieb leicht wahrnehmbar und im 7 V-Betrieb als leise zu bezeichnen. Keiner der Lüfter schleift oder klackert.

Handwerkliches Geschick sollte man mitbringen, wenn man an den Einbau einer Wasserkühlung denkt. Verwendet man ein kurzes Netzteil (max. 150 - 170 mm tief), so lässt sich zwischen Netzteil und Festplattenkäfig eine Pumpe platzieren. Der Ausgleichsbehälter müsste aus Platzgründen einen 5,25"-Schacht belegen. Durch die Nähe der hinteren Lüfterposition zum Seitenteil ist an einen Einbau eines 120 mm-Radiators nicht zu denken. Denkbar wäre eine Position hinter dem Mesh-Gitter des Seitenteils, jedoch ist dieses für einen schweren Radiator zu instabil. So bleibt einem nur noch die Option zur externen Kühlung, hierfür fehlen jedoch die Durchbrüche für Schläuche. Entweder man zieht die Schläuche durch die Slotblenden, oder man bohrt sich selber Öffnungen für den Schlauch ins Gehäuse. Ein extern platzierter Radiator muss jedoch auf eigenen Beinen stehen, denn auch das rechte Seitenteil bietet nicht genügend Stabilität zur Befestigung eines Mora-Radiators.

Die Fakten sind aufgenommen und notiert, schreiten wir zur Auswertung.