Reviews > Gehäuse > Ikonik Ra X10 SIM Enthusiasten-Tower  > Erscheinungsbild & Verarbeitung

Verarbeitung & äußeres Erscheinungsbild


Tiefer als hoch präsentiert sich das Ikonik RA X10 SIM nach der Entnahme aus der Verpackung und der Blick wandert von einer ansprechend geformten Aluminiumfront über Meshgitter auf den Seitenteilen bis zu "Lüftergrills" im Deckel des Gehäuses. Leider wird bereits beim ersten Abstellen ein verarbeitungsbedingtes Manko hörbar: Die Seitenwände klappern sehr stark, zu viel Spiel besitzen Nut und Feder. Dieses Manko ist allerdings nur unserem Vorserien-Tower eigen - die Modelle aus dem laufenden Fertigungsprozess sind dahingehend korrigiert.

 


Der Stand des Gehäuses lässt ebenso zu wünschen übrig. Bei Begutachtung der Füße ist der Fall klar: Die Gummierung, welche eine sicheren und rutschfesten Stand gewährleisten soll, findet sich nur im inneren Bereich der Füße, nicht aber auch auf den ausfahrbaren Teilen eines jeden Fußes. Da diese Gummierung höher ist als der Rest des Fußes, erhöht sich auch durch Ausklappen der Füße nicht die Standfestigkeit, lediglich die Gefahr des Umkippens wird dadurch verringert. Zumindest aber wird eine gewisse Entkopplung dadurch erreicht. Auch das aber ist eine Eigenart unseres Nullserien-Gehäuses und wurde in der aktuellen Revision bereits behoben.

 



Nach dem Öffnen der Frontklappe wird ein Blick auf die externen Einbauschächte frei. Praktisch und einfach zu handhaben ist das Entfernen der Frontblenden aus schwarz glänzendem Kunststoff für den Einbau externer Laufwerke wie beispielsweise DVD-Brenner. Durch einfaches Klicken rastet die Blende aus der Halterung und kann abgenommen werden. Die Tür selbst wird durch Magneten verschlossen gehalten.

 


Auf der Oberseite bedeckt eine Klappe aus opakem Kunststoff die Ports für den Anschluss von externen Speichermedien. Diese Klappe wird per Magnet an Ort und Stelle gehalten und lässt sich nach Belieben wegdrehen oder gar ganz entfernen. Sehr praktisch, da die Anschlüsse so vor Staub geschützt werden. Der blau leuchtende Power-Knopf fügt sich dann gut in die entstehenden Lichtverhältnisse bei aktivierter Lüfterbeleuchtung ein. Auffällig hier: Ein Restknopf ist nicht vorhanden. Hinter den zwei Mesh-Streifen an Ober- und Unterseite der einen Seitentür sind bereits acht der 13 Lüfter zu sehen, die andere Seitentür, die den Zugang zur Hardware ermöglicht, bietet ebenfalls Lochgitter für das Auge. Hier jedoch setzt sich das Klappern fort: Wird ein Seitenteil entfernt und man klopft mit der Hand auf selbiges, werden unschöne Vibrationen des Gitters mit der Aluminiumtür laut. Um auch hier einen Vorserienmangel auszuschließen, haben wir von Hand alle Schrauben nachgezogen - hier bleibt das Vibrieren.

 


Der Deckel aus mattem Kunststoff wird von einem schwarzen Kunststoffrand mit Maserung umgeben, welcher den Eindruck eines Kunstlederimitats erweckt. Die sonstigen schwarzen Teile am Gehäuse sind wie die Frontblenden aus demselben schwarz glänzenden Kunststoff gefertigt. Im Zuge der Einheitlichkeit könnte man in Erwägung ziehen, auch diesen Teil des Gehäuses aus dem schwarzen Kunststoff zu fertigen, welcher für die Blenden und Fassungen an den Türen Verwendung findet.

Kann das äußere Erscheinungsbild optisch trotz der Oberseite aus Kunststoff überzeugen, sind verarbeitungsbedingt jedoch Defizite festzustellen, die einerseits auf den frühen Entwicklungsstand unseres Testmusters, andererseits aber auch prinzipbedingt zu werten sind. Eine Dämpfung an den Auflageflächen der Seitentüren und eine dämpfende Unterlage unter die Meshgitter, sollte angestrebt werden. Gefallen will hingegen die Konnektivität auf der Oberseite. eSATA, und das gleich zwei Mal, ist definitiv positiv hervorzuheben. Nach diesem jedoch stark durchwachsenen Ersteindruck, der viele kreative Besonderheiten ersichtlich macht, aber durch ein bisweilen klapperndes Gesamtbild geprägt ist, widmen wir uns nun dem Innenaufbau und den Einbaumöglichkeiten der Hardware sowie dem SIM-Modul zur Lüfterregelung.