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Funktionalität


Ohne Hardware ist ein Gehäuse genau so nutzlos, wie eine Küche ohne Kühlschrank. Ebenso nutzlos ist der Kühlschrank, wenn er nicht die ausreichende Kapazität bietet. Deshalb haben wir uns das Platzangebot des Sumo 4198 genauer angesehen.

Der Einbau eines Netzteils gestaltet sich relativ kniffelig. Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Zum Einen kann man die vordere Strebe mit einem Schraubendreher demontieren, das Netzteil einsetzen und die Strebe wieder anschrauben, oder aber man geht den simpleren, bei langen Netzteilen ohne Kabelmanagement leider auch hakeligeren Weg und führt das Netzteil zwischen den Streben bis in den hinteren Bereich und verschraubt es dort mit der Rückwand. Bei der Verwendung eines Cooler Master UCP 900 W, UCP 1100 W oder einem Enermax Galaxy empfehlen wir grundsätzlich den Ausbau der Strebe. Hat man diese Hürde genommen, ist der restliche Einbau kinderleicht.

Die Kabel für USB, Audio und FireWire sind ausreichend lang, um an die Mainboardanschlüsse zu gelangen. Mit den beiliegenden Kabelschellen kann man diese am Gehäuseboden befestigen. Die Kabel für Power- und Resetschalter, sowie für die HDD-LED sind ebenfalls lang genug. Mit etwas Geschick lassen sich die Molex-Anschlusskabel der "Light Beam Projector"-LED und der Power-LED hinter den externen 3,5"-Schächten verstecken.

Möchte man die Laufwerksblenden entfernen, hat man wieder zwei Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit ist der Griff in den Laufwerksschacht. Dabei verdreht man die Metallblende, bis diese sich vom Gehäuse löst und entnimmt diese. Danach kann man von Innen die entsprechende Frontblende an den beiden Nasen greifen und herausdrücken. Die schwierigere und umständlichere Möglichkeit ist die Entnahme der Frontblende. Dazu müssen beide Seitenteile entfernt, die Haken gelöst und die gesamte Front abgezogen werden. Nun entfernt man wiederum die Metallblenden am Gehäuse durch verdrehen und die Kunststoffblenden der Front durch drücken der Nasen. Das Problem kommt beim Aufstecken der Front auf das Gehäuse. Zwischen den Haken sitzen kleine Führungsstifte, welche in kleine Löcher am Sumo versenkt werden. Leider sitzen diese zu passgenau. Wird die Front also wieder aufgesteckt muss man mit einem kleinen Schraubendreher etwas nachhelfen.

Zur Befestigung der Komponenten wird beim Gigabyte Sumo 4198 vorrangig auf Schrauben verzichtet. Lediglich das Netzteil und das Mainboard müssen verschraubt werden. Die Festplatten werden über ein handliches Schienensystem in den HDD-Käfig eingerastet und sitzen dort sicher an ihrem Platz. Durch kleine Entkopplungsringe an den Schienen werden Vibrationen relativ gut abgedämpft. Die restlichen Laufwerke werden lediglich von außen auf die Frontblende eingeführt und mit einem Verriegelungssystem fest mit dem Gehäuse verbunden. PCI-Karten werden mittels Spannvorrichtung rutschsicher eingerastet. Für den Einbau der Festplatten empfehlen wir gewinkelte Kabelanschlüsse, da der HDD-Käfig zur Seitenwand gedreht ist.

 

 


Der Einbau von Mainboard und PCI-Geräten gestaltet sich ebenso problemlos. Soll eine Grafikkarte wie die ATI Radeon HD4870X2 bzw. NVIDIA GTX280 eingebaut werden, geht dies nicht. Beide Grafikkarten haben eine Länge von etwas unter 27 cm, was etwa 2 cm zu viel sind.

Ist die Beleuchtung für die Front- bzw. die Projektor-LED mit dem Netzteil verbunden, so scheint bereits bei normalen Tageslicht ein blauer Schimmer durch die Projektionsfläche und ein blaues Gigabyte-Logo wird vor dem Gehäuse abgebildet. Über diesen Downloadlink der  Projektionsvorlage kann man selbst die verbleibende, noch unbedruckte Fläche gestalten. Desweiteren erstrahlt der Bereich um die Frontanschlüsse in hellem Blau.

Die verbauten Lüfter geben allerdings Anlass zur Kritik. So wurden zwar die rückwärtigen Lüfter etwas entkoppelt, der Frontlüfter dagegen gar nicht. Dadurch werden vor allem bei 12 V sehr viele Vibrationen an das Gehäuse abgegeben. Besonders nervig ist dies bei Parkettböden. Mit gemessenen 39,2 dB (A) bei 12 V brummen sie leicht störend vor sich hin. Der Frontlüfter machte sogar mit einem leichten Schleifgeräusch auf sich aufmerksam. Bei 7 V sind sie dagegen flüsterleise, drehen aber nicht immer sofort an. Verwenden werden sollte deshalb entweder die Mainboardlüftersteuerung, bei unserer Testplatine von Biostar wurde im Modus "optimal" ein Wert von flüsterleisen 34,4 dB(A) erreicht, oder eine Lüftersteuerung mit Anlaufautomatik. Mit Silikonentkopplern konnten wir das Betriebsgeräusch auf 37,4 dB(A) senken, sowie dem Brummen und dem Schleifgeräusch ein Ende setzen.

Die Verwendung von einer Wasserkühlung im Sumo 4198 gestaltet sich dagegen etwas schwierig. Gigabyte selbst wirbt mit seiner 3D Galaxy II-Wasserkühlungs-Tauglichkeit. Wird ein kleiner Ausgleichsbehälter samt Pumpe, z.B. eine Laing mit aufgesetztem AGB, in den Laufwerksschächten untergebracht, so kann man durchaus bei Verwendung eines externen Radiators eine Wasserkühlung verbauen und durch die bereits vorgesehenen Schlauchdurchführungen eben diese nach außen führen. Der interner Einbau eines Radiators ist Platz bedingt nicht möglich.