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Funktionalität


Ohne eingebauter Hardware ist ein Gehäusetest nutzlos. Deshalb haben wir einen Einbautest vorgenommen.

Der Einbau eines Netzteils gestaltet sich wieder einmal relativ kniffelig. Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Zum Einen kann man die vordere Strebe mit einem Schraubendreher demontieren, das Netzteil einsetzen und die Strebe wieder anschrauben, oder aber man geht den simpleren, bei langen Netzteilen ohne Kabelmanagement leider auch hakeligeren Weg und führt das Netzteil zwischen den Streben bis in den hinteren Bereich und verschraubt es dort mit der Rückwand. Bei der Verwendung eines Cooler Master UCP 900 W, UCP 1100 W oder einem Enermax Galaxy empfehlen wir grundsätzlich den Ausbau der Strebe. Hat man diese Hürde genommen, ist der restliche Einbau kinderleicht.

Die Kabel für USB, Audio, FireWire und eSATA sind ausreichend lang, um an die Mainboardanschlüsse zu gelangen. Mit den beiliegenden Kabelschellen kann man diese noch an anderen Gehäusestellen befestigen. Möchte man die Laufwerksblenden entfernen, hat man wieder zwei Möglichkeiten. Die einfachste Variante ist der Griff in den Laufwerksschacht. Dabei verdreht man die Metallblende, bis diese sich vom Gehäuse löst und entnimmt sie anschließend. Danach kann man von innen die entsprechende Frontblende an den beiden Nasen greifen und herausdrücken. Die diesmal weit weniger umständlichere Möglichkeit ist die Entnahme der Frontblende. Dazu müssen beide Seitenteile entfernt, die Haken gelöst und die gesamte Front abgezogen werden. Nun entfernt man wiederum die Metallblenden am Gehäuse durch Verdrehen und die Kunststoffblenden der Front durch Drücken der Nasen. Das Problem mit den Führungsstiften beim Aufstecken der Front beim Sumo 4198 tritt hier glücklicherweise nicht auf.

Zur Befestigung der Komponenten wird beim Gigabyte Sumo 4112 vorrangig auf Schrauben verzichtet. Lediglich das Netzteil und das Mainboard müssen auf diesem Wege befestigt werden. Die Festplatten werden über ein handliches Schienensystem in den HDD-Käfig eingerastet und sitzen dort sicher an ihrem Platz. Durch kleine Entkopplungsringe an den Schienen werden Vibrationen relativ gut abgedämpft. Die restlichen Laufwerke werden lediglich von außen auf die Frontblende eingeführt und mit einem Verriegelungssystem fest mit dem Gehäuse verbunden. PCI-Karten rasten mittels Spannvorrichtung rutschsicher ein. Für den Einbau der Festplatten empfehlen wir gewinkelte Kabelanschlüsse, da der HDD-Käfig zur Seitenwand gedreht ist.

Der Einbau von Mainboard und PCI-Geräten gestaltet sich ebenso problemlos. Soll eine Grafikkarte wie die ATI Radeon HD4870X2 bzw. NVIDIA GTX280 eingebaut werden, geht dies nicht ohne Schwierigkeiten. Beide Grafikkarten haben eine Länge von etwas unter 27 cm. Der HDD-Käfig ist zwar mit 27,5 cm ausreichend weit von den PCI-Blenden entfernt, aber an der Front umgebogen worden. Dadurch muss die Grafikkarte etwas eingedreht werden.

Ist die Beleuchtung für die Front- bzw. die Projektor-LED mit dem Netzteil verbunden, so scheint bereits bei normalen Tageslicht ein roter bzw. blauer Schimmer durch die Front. Die verbauten Lüfter geben allerdings Anlass zur Kritik. So wurden die rückwärtigen Lüfter nicht entkoppelt, der Frontlüfter ist aber durch die zwei Clips im Staubfilterrahmen vom Gehäuse recht gut entkoppelt. Anders als erwartet, werden fast keine Vibrationen ans Gehäuse abgegeben. Mit gemessenen 36,6 dB(A) bei 12 V brummen die Lüfter deutlich, aber nicht störend vor sich hin. Bei 7 V sind sie dagegen flüsterleise und drehen, im Gegensatz zu denen unseres Sumo 4198-Testmusters, immer sofort an. Bei unserer Testplatine von Biostar wurde im Modus "optimal" ein Wert von flüsterleisen 33,8 dB(A) erreicht.

 


Die Verwendung von einer Wasserkühlung im Sumo 4112 gestaltet sich dagegen etwas schwierig. Gigabyte selbst wirbt mit seiner 3D Galaxy II-Wasserkühlungs-Tauglichkeit. Wird ein kleiner Ausgleichsbehälter samt Pumpe, z.B. eine Laing mit aufgesetztem AGB, in den Laufwerksschächten untergebracht, so kann man durchaus bei Verwendung eines externen Radiators eine Wasserkühlung verbauen und durch die bereits vorgesehenen Schlauchdurchführungen eben diese nach außen führen. Der interne Einbau eines Radiators ist, durch das Platzangebot bedingt, nicht möglich. Glücklicherweise befinden sich die Hecklüfter direkt übereinander. Somit ist es möglich, einen 240 mm-Radiator auch direkt an der Rückseite, durch Nutzung von längeren Schrauben, zu montieren.

 


Das besondere Highlight des Gehäuses stellt zweifelsfrei das 2,5"-HDD-Gehäuse dar. Hierin kann man eine max. 10 mm hohe 2,5"-SATA-Platte verbauen. Wird das HDD-Gehäuse in das Sumo 4112 verbaut, so muss man etwas Kraft verwenden, da es sich nur schwer hineindrücken und herausziehen lässt. Mit vermehrter Nutzung sollte sich dieses Problem allerdings durch eine gewisse Materialabnutzung im Schacht von selbst lösen. Innerhalb des Sumo 4112 ist die HDD dann per SATA angebunden. Bei externer Verwendung kann das beiliegende USB-Kabel verwendet werden. Im beiliegenden Etui haben sowohl das HDD-Gehäuse, als auch das USB-Anschlusskabel Platz.