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Verarbeitung & Äußeres Erscheinungsbild

Das iSolo 230 ist in drei verschiedenen Farben erhältlich: Silber, Metallgrau und Schwarz. Diese Farbgebungen beziehen sich auf das komplette Gehäuse, inklusive dem Lochblech an der Front. So kann jeder Käufer seiner individuellen Farbvorliebe freien Lauf lassen. Getreu dem Motto "Schwarz ist in" bekamen wir von Gigabyte diese Variante für den Test zugesandt.

Gigabyte hat es geschafft, trotz Änderungen im Design der Front ein hohes Maß an Eleganz und Schlichtheit zu wahren. Die Front wirkt wie aus einem Guss, fast schon ein wenig steril. Abgesehen vom unteren Bereich, welcher den Powerknopf, das Herstellerlogo und die Front I/O-Ports beinhaltet, sticht nichts ins Auge. Dass trotzdem keine Langeweile aufkommt, liegt an dem Lochblech, aus welchem auch die Frontblenden gefertigt sind. Umgeben wird alles von einem Rahmen aus schwarzem, spiegelndem Kunststoff, der am Rand mit einer Applikation aus glänzendem Metall aufwartet. Sehr edel Gigabyte, bravo. Der Rahmen ist zudem an seinen Rändern nach außen gezogen, sodass die zentrale Front optisch nach innen rückt. Ob es gefällt oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters, unpassend finden wir es persönlich nicht. Wie schon beim iSolo 210 verzichtet Gigabyte beim iSolo 230 auf einen Resettaster, trotz geänderter Front. So bleibt dem Nutzer weiterhin nur zu hoffen, dass die Betriebssysteme der aktuellen und folgenden Generation stabiler werden. Als kleines Gimmick wurde die LED für die Anzeige der Festplattenaktivität nicht wie üblich im Bereich des Power-Tasters gelegt, sondern in den Rahmen der Front oben integriert.


An kühler Luft soll es der verbauten Hardware anscheinend nicht mangeln, so ist die Seitenwand auf einer Fläche von ca. 25 x 30 cm aufgeschnitten und mit einem Kunststoffrahmen und Stahlgewebe versehen. Ob diese Lösung jedoch nur als Vorteil gesehen werden kann, bleibt fraglich. Immerhin zerstören zu viele Gehäuseöffnungen nachweislich den Luftstrom, von erhöhtem Eindringen von Staub und Schmutz ganz zu schweigen. Optisch reizvoll ist es auf jeden Fall. Der versierte Casemodder nutzt diesen perfekt geschnittenen großen Bereich vielleicht gleich, um das Stahlgewebe gegen ein Window auszutauschen und somit die edle Hardware oder seine Wasserkühlung in Szene zu setzen. Hier kann man sich eine Menge Arbeit und eine vielleicht ramponierte Seitenwand sparen. Das Stahlgewebe ist mit dem Kunststoffrahmen verschraubt und lässt sich dementsprechend leicht entfernen.


Um beim Thema Wasserkühlungen zu bleiben: An der Rückseite des iSolo sind im unteren Bereich zwei Schlauchdurchführungen eingelassen. Für Leute, die wenig basteln, aber trotzdem eine Wasserkühlung haben wollen sehr sinnvoll. Obligatorisch für die Rückseite aktueller Gehäuse ist zudem der Platz für einen 120mm-Lüfter. Das gestanzte Lüftergitter ist relativ grobmaschig gehalten, Luftgeräusche des Gehäuselüfters werden so verringert. Schade ist, dass weder Rückseite noch Boden ebenfalls lackiert wurden, so geht der ansonsten hochwertige Eindruck ein wenig verloren. Immerhin kann die Unterseite mit sehr schicken Füßen aus Aluminium aufwarten, welche zusätzlich mit einer Gummischicht ausgestattet sind, um das Übertragen von Vibrationen zu verringern und sicheren Stand zu gewährleisten. 


Auch wenn es am Schluss dieses Kapitels steht, wollen wir die gute Verarbeitungsqualität seitens Gigabyte nicht unterschlagen. Hierzu zählen nicht nur die kleinen Spaltmaße, sondern auch der für den Rahmen der Front verwendete Kunststoff mit seiner sehr angenehmen Haptik und der makellosen Lackierung. Die Stabilität tut ihr übriges. Nach so vielen positiven Worten für das Äußere, wollen wir natürlich auch sehen, was der Innenraum zu bieten hat.