Innenaufbau

Die Seitenwände lassen sich im Handumdrehen durch Entfernen von jeweils zwei Rändelschrauben abnehmen. Ist dies erledigt, blickt man in einen sauberen und aufgeräumt wirkenden Innenraum. Was sofort auffällt ist, dass jede Hardwarekomponente ohne den Ausbau eines anderen Teils ausgebaut, bzw. eingebaut werden kann. Ein wahrer Pluspunkt für Schrauber, denen es öfter in den Fingern juckt.


Bei genauerem Hinsehen bestätigt sich der erste Eindruck in Bezug auf die Verarbeitungsqualität. Auch im Inneren gibt es keine scharfen Kanten. Überall, wo geschnitten wurde, wurden die Kanten entgratet oder gefalzt. Nichts wackelt und nichts verrutscht. Einzig die Schnellverschlüsse der 5,25"-Laufwerke neigen im gelösten Zustand zum Klappern, dem man aber durch Arretierung derselben entgegenwirken kann.


Gigabyte liefert keinerlei Werkzeug für das iSolo 230 mit und mit einem Blick in den Innenraum wird uns auch klar, weshalb: Mit Ausnahme des Netzteils und des Mainboards können alle Komponenten ohne Einsatz von Schraubendreher & Co installiert werden. Im Gehäuse selbst finden insgesamt fünf externe 5,25"-, zwei externe 3,5"- sowie drei interne 3,5"-Laufwerke Platz. Der Festplattenkäfig ist um 90° gedreht, somit ist das spätere Nachrüsten von einer oder mehreren Festplatten kein Problem. Da der Käfig nur verschraubt und nicht vernietet ist, kann er bei Bedarf entnommen werden, zum Beispiel um den sich dahinter befindlichen Frontlüfter zu reinigen.
Wenn vorne frische Lust hinein befördert wird, muss sie nach dem Erhitzen wieder abtransportiert werden. Dafür hat Gigabyte dem iSolo einen weiteren Lüfter in 120 mm Bauweise im Heck spendiert. Hier wird das Konzept der werkzeuglosen Montage fortgesetzt, auf den Einsatz von Schrauben wurde verzichtet, stattdessen halten vier von außen abziehbare Stifte das Heckgebläse in Stellung. Sehr positiv: Das Lüfterkabel ist bereits sauber oberhalb des Mainboards verlegt. Da viele Mainboards nicht über ausreichend Anschlussmöglichkeiten für Lüfter verfügen, wurden die Kabel des Front- und Hecklüfters auf einen 3-Pin Anschluss vereint. Die Kabellänge ist hierbei in jedem Fall ausreichend, egal ob die Lüfter an eine Lüftersteuerung oder direkt an das Mainboard angeschlossen werden.


Das Gehäuse verfügt über alle sieben für die ATX-Norm typischen Slotblenden an der Rückseite, wobei die Erweiterungskarten wahlweise per Plastikhalter oder mittels Schrauben fixiert werden könnten. Das Netzteil findet, wie üblich bei Towern dieser Größe und Bauweise, oben seinen Platz. Alles in allem ist festzustellen, dass beim Innenaufbau keine Experimente gemacht worden sind. Bis auf den gedrehten Festplattenkäfig herrscht Einheitsnorm, was jedoch kein Nachteil sein soll, sondern positiv zu werten ist.