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Äußeres Erscheinungsbild & Verarbeitung

Das iSOLO 210 ist in drei verschiedenen Farben erhältlich: Silber, Metallgrau und Schwarz. Diese Farbgebungen beziehen sich auf das komplette Gehäuse, auch das Aluminium an der Front ist eingefärbt. Einzig das Stahlgewebe im Frontbereich ist in allen Varianten gleich gestaltet. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wir erhielten von Gigabyte das Gehäuse in Metallgrau, subjektiv betrachtet die wohl schönste Version, da sie in wunderbarem Einklang mit dem dunklen Stahlgewebe der Front steht.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Gehäuse ganz ohne Schnörkel daher kommt und trotzdem nicht billig oder langweilig wirkt. Genau das ist die Kunst, die anscheinend nicht jedem Designer gegeben ist. Hier hat Gigabyte ganze Arbeit geleistet. Die Kanten der Aluminiumfront sind perfekt und makellos mit Diamanten geschliffen und bilden somit einen schönen Abschluss. Dieser Schliff wiederholt sich an der Einrahmung des Power-Knopfes. Unterhalb des Einschalters und der Frontanschlüsse für USB, Firewire und Audio ist die Front leicht nach hinten versetzt. Dies dient in erster Linie zur Frischluftzufuhr für den dahinter verbauten Lüfter. Gleichzeitig wurden am Power-Taster blaue LEDs eingelassen, die denselben und den darunter liegenden "Gigabyte Chassis" Schriftzug im Betrieb erleuchten. Die Seiten der Front sind auf der ganzen Höhe von einem schmalen Gitter durchzogen, auch hier kann frische Luft in das Gehäuse gelangen. Auffällig und gleichzeitig verwunderlich ist, dass Gigabyte auf den Einbau eines Reset-Knopfes verzichtet hat. Dies kann für den von Bugs geplagten Windowsnutzer ein Dorn im Auge sein.

An kühler Luft soll es der verbauten Hardware anscheinend nicht mangeln, so ist die Seitenwand auf einer Fläche von ca. 25 x 30 cm aufgeschnitten und mit einem Kunststoffrahmen und Stahlgewebe versehen. Ob diese Lösung jedoch nur als Vorteil gesehen werden kann, bleibt fraglich. Immerhin zerstören zu viele Gehäuseöffnungen nachweislich den Luftstrom, von erhöhtem Eindringen von Staub und Schmutz mal ganz zu schweigen. Optisch reizvoll ist es auf jeden Fall. Der versierte Casemodder nutzt diesen perfekt geschnittenen großen Bereich vielleicht gleich, um das Stahlgewebe gegen ein Window auszutauschen und somit die edle Hardware oder seine Wasserkühlung in Szene zu setzen. Hier kann man sich eine Menge Arbeit und eine vielleicht ramponierte Seitenwand sparen. Das Stahlgewebe ist mit dem Kunststoffrahmen verschraubt und lässt sich dementsprechend leicht entfernen.

Wo wir gerade bei Wasserkühlungen sind: An der Rückseite des iSOLO sind im unteren Bereich zwei Schlauchdurchführungen eingelassen. Sinnvoll, da man sich auch hier die Arbeit sparen kann, sofern man Nutzer einer solchen Kühllösung ist. Die Rückseite und der Boden des Gehäuses selbst sind nicht lackiert und harmonieren dadurch leider nicht ganz mit dem Rest. Dafür wurde an anderer Stelle wieder nicht gegeizt: Bereits verbaut sind vier große Füße, die auf glatten Böden eine hervorragende Rutschfestigkeit bieten und zugleich die Weitergabe möglicher Schwingungen aus dem Gehäuseinneren an die "Außenwelt" verringern.

Eines fällt auf: Großer Wert wurde auf die Verarbeitungsqualität gelegt. Die Spaltmaße sind minimal, es gibt keine überstehenden Bauteile oder scharfe Kanten an der äußeren Hülle. Das Gehäuse scheint wie aus einem Stück gefeilt. Dazu paaren sich hochwertige Materialien, selbst der verbaute Kunststoff wirkt keineswegs billig. Schauen wir, ob sich dieser erste gute Eindruck im Inneren fortsetzt.