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Äußeres Erscheinungsbild & Verarbeitung

Das äußerlich wohl auffälligste Merkmal sind die 4 Bügel, von denen sich je 2 an den Seiten oben und unten entlang des Gehäuses ziehen. Die oberen Griffe können unter anderem auch für den Transport des Cosmos genutzt werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass das gesamte Gehäuse nicht zu schwer ist. Die unteren beiden Bügel dienen als Standfuß und sorgen dafür, dass die Lüfter im Boden genug Platz zum Ansaugen frischer Luft haben. Leider war die Verarbeitung der Bügel bei unserem Testexemplar nicht über jeden Zweifel erhaben, besonders bei der Aufnahme der Bügel finden sich größere Spaltmaße. Dies trifft auch auf die Fronttür und die Seitenwände zu, jedoch klappert dadurch nichts, es ist lediglich ein kleiner optischer Mangel. Apropos Fronttür und Seitenteile: Beide bestehen hauptsächlich aus Aluminium, welches für ein gutes Aussehen sorgt. Zudem führt das Aluminium bei der Fronttür zu einer angenehmeren Haptik als zum Beispiel bei Kunststoff. Zwar verfügt die Tür auch über Kunststoff, jedoch fügt dieser sich in der Mitte gekonnt ins Design ein und stört somit nicht das Griffgefühl beim Öffnen und Schließen. Durch sein spiegelndes Äußeres verleiht er dem Cosmos ein edles Auftreten, ist aber auch recht staub- und kratzanfällig. Zudem sind, in Chromoptik, der Firmenschriftzug und der Gehäusename in die Front eingelassen.

Öffnet man die Fronttür, erhält man freien Zugang zu den Laufwerken. Diese lässt sich bei Bedarf übrigens beidseitig montieren, sodass man die Tür immer zu richtigen Richtung hin öffnen kann. Die Blenden bestehen aus Meshgitter, jedoch verbirgt sich uns der Sinn davon, denn die Fronttür liegt im geschlossenen Zustand so nah an, das kaum frische Luft in das Gehäuse ziehen kann. Außerdem passen deswegen nur sehr wenige Lüftersteuerungen, vornehmlich Modelle ohne abstehende Bedienknöpfe, bei geschlossener Front. Insgesamt können im Serienzustand vier 5,25" Laufwerke und ein externes 3,5" Laufwerk verbaut werden. Wer kein externes 3,5" Laufwerk benötigt, kann bei Bedarf auch die Einbaurahmen entfernen und so ein fünftes optisches Laufwerk verbauen.

Im vorderen Bereich des Daches hat Cooler Master ein kombiniertes Bedien- und I/O-Panel untergebracht. Hier finden sich neben dem Einschalttaster, Resettaster und den Status-LEDs auch diverse Frontanschlüsse:

  • 4x USB 2.0
  • 1x Front Audio
  • 1x Mikrofon-Anschluss
  • 1x FireWire
  • 1x eSATA

Alle Anschlüsse sind für den internen Anschluss auf dem Mainboard ausgelegt. Der eSATA Anschluss wird einfach mit einem normalen S-ATA Anschluss auf dem Mainboard verbunden.
Im hinteren Bereich des Daches findet sich eine Öffnung, durch die die angesaugte warme Luft der beiden 120mm Lüfter im Deckel abgeführt werden kann. Die Lüftungsschlitze sind dabei so ausgelegt, dass die Luft nicht direkt nach oben, sondern nach hinten abgeleitet wird. So kann die Luft auch zuverlässig abtransportiert werden, wenn das Gehäuse unter einem niedrigen Schreibtisch steht. Zudem dringen die Lüftergeräusche nicht direkt zum Ohr.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen, hat das Cosmos sogar im Boden etwas zu bieten. Vorne und hinten befinden sich jeweils Staubfilter, welche den Kampf gegen die Innenraumverschmutzung aufnehmen. Diese sind problemlos wechselbar, auch ohne das Gehäuse auf das Dach zu stellen.
Bei der Heckansicht bietet das Cosmos-Gehäuse nicht viel Neues. Das Netzteil ist von oben nach unten gewandert und sorgt so für eine bessere Wärmeverteilung im Gehäuse. Neben der ATX-Blende und den 7 Slots für Erweiterungskarten findet sich auch ein 120mm Gehäuselüfter, dessen Lüftergitter durch die Wabenstruktur erfreulich wenig Widerstand bietet. Ein weiteres sinnvolles Gimmick sind die Schlauchdurchführungen. Diese bieten die Möglichkeit auch eine externe Wasserkühlung zu verbauen, ohne das Gehäuse großartig modifizieren zu müssen. Der Schlauch kann maximal 16mm dick sein, somit können sogar High-Flow-Wasserkühlungen verbaut werden. Jeweils links und rechts neben den Schlauchdurchführungen findet sich ein Hebel, welcher die Seitenwand entriegelt, und das völlig werkzeuglos. Die Wand fällt einem quasi entgegen und bietet somit freien Einblick auf den Innenraum.