Innenaufbau


Was sich von außen bereits erahnen lässt, bestätigt sich beim Abnehmen des Seitenteils: Hier ist Platz, und zwar reichlich. Abgesehen von einem eATX-Mainboard passt so ziemlich alles in das CM Storm Sniper. Grafikkarten dürfen maximal satte 34 cm Gesamtlänge aufweisen, Netzteile 19,5 cm. Verzichtet man auf die Halterung für den Lüfter im Boden darf die Stromversorgung sogar die 30 cm Marke sprengen. Die besagte Halterung fasst übrigens Lüfter in den Formaten 120 mm und 140 mm. Das Netzteil kann dank Löchern im Boden und entsprechenden Bohrungen am Heck wahlweise mit dem Lüfter nach unten oder nach oben montiert werden. Leider wurde an dieser Stelle auf einen Staubfilter verzichtet. Weiter vorne befindet sich Platz für bis zu fünf Festplatten. Diese werden jeweils in einem Rahmen untergebracht und dann bequem in die dafür vorgesehene Halterung geschoben. Simpel, aber effektiv. Auf eine Entkopplung wurde dabei nicht verzichtet, wie sich diese schlägt, schauen wir uns später an. Gekühlt werden die Datenträger mit einem bereits vorinstallierten 200 mm-Lüfter in der Front, welcher im Betrieb die Gehäusefront in ein dezentes blaues Licht taucht. Er ist, wie alle Lüfter im Gehäuse, über die eingebaute Lüftersteuerung regelbar. 

 



Direkt darüber befinden sich fünf weitere Einbauplätze, diesmal jedoch für die optischen Laufwerke. Für die Installation sieht CM Storm hier ebenfalls eine werkzeuglose Montage vor, dem fast schon als genial zu bezeichnenden einfachen Klick-System aus dem CoolerMaster Cosmos sei Dank. Aber keine Angst, wenn andere Komponenten, wie z.B. Festplattenentkoppler, verbaut werden sollen, bietet das Gehäuse auch die Möglichkeit der Montage mittels Schrauben. Die Rückwand bietet fast schon Standardkost. Wie schon bei den Laufwerken und den Festplatten ließ es sich der Hersteller auch bei den Slotblenden nicht nehmen, auf eine werkzeuglose Montage zu setzen. Das System ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig, auch fällt auf, dass die Slotblenden zu viel Spiel haben und daher zum Wackeln neigen. Um aber Missverständnisse vorzubeugen: Alles bleibt an seinem Platz. Die Blenden sind übrigens mit zusätzlichen Löchern versehen, damit in diesem Bereich mehr Luft zirkulieren kann. Schwitzende Grafikkarten werden es danken. Bereits im vorherigen Kapitel sprachen wir den Platz für eine achte Slotblende an. Hier können sogenannte „Brackets“ als Erweiterung für USB und FireWire Slots montiert werden, wenn die anderen sieben Plätze bereits belegt sind, zum Beispiel wenn mehrere Grafikkarten zum Einsatz kommen.

 


Das Wichtigste kommt diesmal zum Schluss: Der Bereich rund um das Mainboard. Fangen wir oben an, denn dort befindet sich ein gerade zu riesiger Lüfter mit den Maßen 200x200x30 mm. Dieser soll dafür sorgen, dass die warme Abluft der Hardware direkt oben aus dem Gehäuse befördert werden kann. Alternativ können hier auch zwei 120 mm-Lüfter angebracht werden. Trotzdem wird es an dieser Stelle eng für eine Wasserkühlung, da nur 5 cm bis zum Deckel vorhanden sind. Ebenso sollte bei einem großen Kühlkörper darauf geachtet werden, dass er nicht mehr als 2 cm über das Mainboard hinaus ragt. Lassen wir die Augen etwas weiter nach unten schweifen. CM Storm befestigt vorbildlicherweise eine Schablone aus Papier, welche die Montage der Abstandshalter enorm vereinfacht. Somit gerät der Einbau der Hardware schon fast zum Kinderspiel, auch für Laien. Etwas ungewöhnlich erscheint das große Loch im Mainboardschlitten an der Stelle, wo normalerweise die CPU sitzt. Welcher Sinn dahinter steckt erörtern wir im folgenden Kapitel.