Funktionalität


Alles schöne Design und jegliche technische Innovation nützen nur wenig, wenn die Funktionalität darunter leidet oder gänzlich auf der Strecke bleibt. CM Storm hat bei seinem Sniper-Gehäuse dabei mit der großen Hand ganz tief in die Ideenkiste gegriffen und einiges zu Tage gefördert. Doch der Reihe nach. Die Ausmaße des Gehäuses an sich vereinfach natürlich in erster Line den Verbau aller Komponenten massiv. Egal ob Mainboard, Netzteil, Festplatten oder die optischen Laufwerke, alles lässt sich bequem erreichen und montieren. Das System für die Befestigung der 5,25“-Laufwerke kennt man bereits vom CoolerMaster Cosmos. Einfach das Laufwerk in den Schacht schieben, Knopf drücken und fertig. Sitzt, passt, wackelt nicht und das alles ohne Werkzeug. Ähnlich funktioniert es bei den Festplatten. Die Einbaurahmen lassen sich mit einem einfachen Griff entfernen. Der Clou ist das flexible Material, durch welches sich der Rahmen biegen lässt. So kann man kinderleicht die Festplatte in den Rahmen setzen und wieder in den Schacht schieben. Da sehr genau gearbeitet wurde, ist praktisch auch kein Spiel vorhanden, alles sitzt sicher und fest. Zusätzlich verhindern Gummipuffer sogar noch das Übertragen von Vibrationen.

 


Wie bereits erwähnt, wurde bereits ab Werk eine Schablone auf dem Mainboardschlitten angebracht, welche die genauen Positionen für die Abstandshalter definieren. Für den Profi, der die richtigen Löcher im Schlaf findet, sicherlich unnötig, für Einsteiger jedoch sehr praktisch. An der Ober- und Unterseite der Halterung befinden sich jeweils Durchführungen für Kabel, um diese hinter dem Mainboardschlitten versteckt verlegen zu können. Leider hat CM Storm es nicht für nötig gehalten, eine Verlängerung für die zusätzliche Spannungsversorgung für Prozessoren mitzuliefern. Um eben genau dieses Kabel wie vom Hersteller angebracht hinter dem Mainboard verlegen zu können braucht es also ein Netzteil mit sehr langen Leitungen. Als Alternative bleibt sonst leider nur der unschöne Weg quer über das Mainboard und die Erweiterungskarten. Wieder mitgedacht wurde aber beim Thema große CPU Kühler. Durch das große Loch im Mainboardtray lassen sich ohne Probleme Kühler mit einer Backplate montieren, ohne dass das Mainboard hierfür ausgebaut werden muss, was besonders häufig bei Wasserkühlern und den Giganten der luftgekühlten Zunft vorkommt. Apropos Wasserkühler. CM Storm ließ es sich nicht nehmen, weniger als ganze vier Durchführungen für externe Wasserkühlungen zu verbauen. Jeweils zwei von ihnen finden sich an der Rückseite über dem Hecklüfter und weiter unten neben dem Netzteilschacht, wobei jedoch angemerkt werden muss, dass Letztere erst herausgebrochen werden müssen. Passende Gummiabdeckungen werden mitgeliefert. Die Löcher erlauben auch die Verwendung von Schläuchen größeren Kalibers mit einem Außendurchmesser von 19 mm und mehr.

 


Kommen wir abschließend noch zu den im Lieferumfang enthaltenen Lüftern. Die beiden 200 mm-Lüfter hinterlassen einen recht guten Eindruck. Während sie bei voller Umdrehungszahl sehr deutlich zu hören sind, wird der Geräuschpegel immer angenehmer, je weiter man die Drehzahl zurückschraubt. Für absolute Silentfanatiker sind sie dennoch zu laut, selbst auf kleinster Stufe. Aufgrund ihrer Größe ist das Luftgeräusch als erträglich zu bezeichnen. Ein nettes kleines Feature gibt es noch: Die blaue Beleuchtung der Lüfter kann über einen Druck auf den Knopf der Lüftersteuerung abgeschaltet werden. Der hintere 120 mm-Lüfter fällt leider nicht ganz so positiv auf. Zwar wird auch er leise wenn man ihn runterregelt, jedoch tritt dann ein sehr nerviges Klackern auf. Zudem trifft für alle drei Lüfter zu, dass diese mit zunehmender Drehzahl vibrieren und ihre Vibrationen wegen einer fehlenden Entkopplung auf das Gehäuse übertragen.
Durch seinen luftigen Aufbau soll dafür gesorgt werden, dass selbst heiße Hardware einen kühlen Kopf bewahrt. Das Konzept eignet sich jedoch auch sehr für den Aufbau eines sehr leisen, eventuell sogar semi-passiven Systems. Der obere Lüfter kann aufgrund seiner Größe sehr langsam und, wie bereits angemerkt, damit relativ leise drehen und dennoch die aufsteigende warme Luft direkt abgesaugen. Je nach Hardwarekonfiguration können weitere Lüfter sogar komplett weg gelassen werden. Zudem lässt sich der Käfig für die Festplatten problemlos demontieren, da er nicht vernietet ist. Somit kann viel Platz für individuelle Dämm- und Entkopplungslösungen geschaffen werden.