Reviews > Gehäuse > BitFenix Shinobi > Funktionalität

Funktionalität

Der erste Blick eines Gehäusekäufers nach dem Öffnen der Verpackung geht für gewöhnlich direkt in die Bedienungsanleitung, schließlich muss abgeglichen werden, ob der versprochene Inhalt auch den Tatsachen entspricht. BitFenix legt dem Gehäuse eine Schnellstartanleitung in Englisch bei, welche sich mit 13 Seiten doch recht umfangreich präsentiert. In den bebilderten Schritt-für-Schritt-Darstellungen ist selbst für Laien alles klar und deutlich erkennbar und vor allem nachvollziehbar gestaltet. Einzig die Montage der 5,25"-Laufwerke auf Seite 3 ist etwas unvollständig: Hier muss zunächst die Front abgezogen werden, da sonst die Haltenasen der Blenden nicht erreicht werden können.

 Der Einbau der Hardware ging jedoch sehr leicht von der Hand. Alle Kanten sind umgebogen und Schnittwunden, wie man sie aus vielen günstigen Gehäusen kennt, können vermieden werden. Bei der Montage von 5,25"-Laufwerken sollte man nicht ausschließlich auf die Befestigung mit Hilfe der Schnellspanner vertrauen. Diese sorgen zwar für dafür, dass das Laufwerk nicht herausrutschen kann, aber da lediglich eine Seite arretiert wird, entstehen schnell störende Vibrationen. Im Test sorgte die Befestigung mit einer der beiliegenden Schrauben auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite für eine merkliche Verbesserung des Geräuschempfindens bei der Musikwiedergabe von CD. Bei der Montage von 3,5"-Festplatten setzt BitFenix dagegen auf eine beidseitige Befestigung mit Schnellspannern. Insofern nur maximal fünf Festplatten verbaut werden sollen, empfiehlt sich der Einbau in den untersten Laufwerksschächten, da hier der bereits vorinstallierte Lüfter für einen kühlen Lesenkopf sorgen kann. 

Soll das Gehäuse für Highend-Hardware herhalten, so muss beim Einbau von Grafikarten mit einer Länge von über 26 cm auf die Montage von Festplatten in dieser Ebene verzichtet werden. Die maximale Länge einer verbaubaren Grafikkarte liegt bei 32 cm, da hier der genietete HDD-Käfig stört.

Die im Gehäuse vormontierten Lüfter bestechen durch eine sehr niedrige Geräuschkulisse. Erst aus einem halben Meter kann man die Lüfter bei 12 V-Lüfterspannung säuseln hören, die von uns ermittelte Startspannung lag bei minimalen 3,2 V. Dass hier kein allzu großer Luftdurchsatz erwartet werden kann, sollte klar sein. Viel wichtiger als die Durchsatzmenge ist jedoch meist, dass ein kontinuierlicher Luftstrom vorhanden ist. Dank der großen Öffnung im Deckel kann überschüssige Wärme auch direkt entweichen.

Das Netzteil lässt sich auf zweierlei Art verbauen: Entweder mit Lüfter nach oben, oder mit Lüfter nach unten. Beides hat seine Daseinsberechtigung. Während erstere Möglichkeit die Belüftung der Erweiterungskarten fördern kann, bietet die zweite Möglichkeit meist ein geringeres Netzteillüftergeräusch, da die meisten Netzteillüfter nach der Temperatur gesteuert sind und so Frischluft statt erwärmter Gehäuseluft durch das Netzteil gesaugt werden kann.

Die Montage einer Wasserkühlung gestaltet sich etwas schwierig. Lassen sich noch beim Einsatz weniger Festplatten die Pumpe und der AGB im HDD-Käfigbereich positionieren, wird es beim Radiator eng. Lediglich der Einsatz eines 120 mm-Radiators im Boden (abhängig von der Netzteillänge inkl. Kabelbiegeradien) oder im Heck sind möglich. Da BitFenix bereits Schlauchdurchführungen vorgesehen hat, bietet sich ein externer Radiator am rechten Seitenteil oder ein frei stehendes Modell an.


Zu guter Letzt folgt auf der nächsten Seite das Fazit unserer Review.