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Plug & Play – Ist ein Betrieb ohne Software möglich?

 

 

Immer wieder interessant zu wissen ist die Plug & Play Fähigkeit von Hardware. Wie wird sich die MX Revolution schlagen, wenn man sie kurzerhand und unvermittelt an den USB Port anschließt, an welchem noch ein paar Sekunden vorher eine Razer Diamondback gehangen hat? Die Antwort ist simpel und erfreulich: Gut.

Nach dem Anschließen der Ladestation sowie des USB Empfängers, was übrigens intuitiv von der Hand geht, und dem Einschalten der Maus, läuft diese einwandfrei. Windows XP sucht, findet und installiert die passenden hauseigenen Treiber und ermöglicht einen reibungslosen Erstbetrieb.
Lediglich die Geschwindigkeit des Mauszeigers wird zurückgesetzt, was sich jedoch schnell beheben lässt.

In ihren Grundfunktion uneingeschränkt arbeitend, verwährt das Flaggschiff von Logitech jedoch den Zugriff auf einige Sondertasten und die damit verbundenen Möglichkeiten. So sind die beiden Seitentasten zuständig für den Vor- und Zurück-Button in Browsern oder Windows-Fenstern, die Daumenradattrappe hingegen bleibt ohne Funktion. Die Suchtaste öffnet unter Windows die Windowssuche, in einigen Browsern bringt sie den Cursor auf die eventuell vorhandene Suchzeile. Im Interner Explorer jedoch öffnet sie ebenfalls die Windowssuche, trotz vorhandener integrierter Suche. Sie ist allerdings nicht alleine, denn das Scrollrad beherrscht ohne Software kein Scrollen auf horizontaler Ebene.

Trotz ihrer großen Gleitpads und dem damit verbundenen hohen Reibungswiderstandes, läuft die MX Revolution recht leicht über ein Mousepad. Für ambitionierte Spieler sicherlich nicht leichtfüßig genug, dem Officeanwender reicht es allerdings.
Um die Untergrundkompatibilität ist es ebenfalls gut bestellt. Sogar mit einer leicht milchigen Glasplatte konnte sich die Maus anfreunden. Bei der Fensterscheibe war dann aber verständlicherweise Schluss. Holz oder Kunststoff ist jedoch kein Problem.

Um alle Sondertasten effizient nutzen zu können, ist die Software also unerlässlich. Nicht so beim neu entwickelten Scrollrad. Dieses dreht auch ohne SetPoint bereits munter auf. Mit 120 – 200 Excelzeilen und 2 – 4 Wordseiten pro Radumdrehung im Zahnradmodus hängt das metallene Stück jegliche Konkurrenz ab.
Im Freilaufmodus sind 30 Wordseiten in wenigen Sekunden kein Problem. Die Excelzeilen sausen nur so über den Bildschirm und häufen sich binnen kürzester Zeit auf mehrere Tausend. Und das alles bei der Standardeinstellung von 3 Zeilen pro Scrolleinheit. Wer hier manipuliert, kann noch ganz andere Ergebnisse erzielen.

Es bleibt festzuhalten, dass das Scrollrad in der Tat eine fantastische Entwicklung darstellt. Man gewöhnt sich sehr rasch daran und möchte es sehr schnell nicht mehr missen. Die Zeitersparnis ist enorm, sogar mehrere Dekaden von Seiten werden in Windeseile überbrückt. Und selbst wenn man nicht mit Hunderten von Seiten schweren Dateien zu kämpfen hat, so ist man dankbar für die bereits im Zahnradmodus erheblich schnellere Scrollgeschwindigkeit, die einem längere Websites oder Forenthemen schnellstens überfliegen lässt.