Praxistest

Um den Preis beim Kunden zu rechtfertigen, reicht gutes Aussehen natürlich nicht. Für einen realitätsnahen Test kommt natürlich nur ein HTPC in Frage. Die Basis hierfür stellt ein kleines AMD DualCore-System, welches per HDMI an einem 32" HD-Ready Fernseher von LG angeschlossen ist. Für die klangtechnischen Aufgaben sind zudem ein Marantz SR4021 HiFi-Receiver samt zwei Heco Victa 300 Lautsprechern eingebunden. Bisher wird das System mit einer Kombination aus einer Logitech diNovo for Notebooks und einer Phillips SRM5100 Fernbedienung gesteuert, wobei letztere komplett Vista Media Center kompatibel ist. Eben jenes Mediacenter dient auch als Basis für die Wiedergabe von Mediendaten. Für sonstige Alltagsaufgaben, wie das Surfen im Internet, wird ganz normal Windows Vista Home Premium in der 64 Bit-Ausführung verwendet. Für den Vergleich zu den bisherigen Eingabegeräten muss natürlich gesehen werden, dass die Enermax Aurora Micro Wireless gleich drei Geräte ersetzt, beziehungsweise ersetzen soll.

   

Tippkomfort - Bereits die patentierte Tastenaufhängung ließ Gutes erahnen und dieser Eindruck wird auch bestätigt. Die Aurora Micro Wireless punktet mit einem sehr angenehmen Anschlag, welcher nicht zu hart ist und trotzdem genügend Rückmeldung an die Finger gibt. Einzig das Tippgeräusch könnte leiser sein, jedoch fällt dieser Umstand nur im direkten Vergleich mit einer hochwertigen Notebooktastatur auf. Leider kann der Trackball selber das Niveau der Tasten nicht ganz halten. Der Trackball sitzt nicht fest an seiner Position und wackelt ein wenig. Dies hat scheinbar auch zur Folge, dass die Kugel in seltenen Fällen "hängen bleibt". Dieser Umstand würde weniger ins Gewicht fallen, wenn die Kugel ein wenig griffiger wäre, was wohl aber zugunsten der Präzision der Laserabtastung vernachlässigt wurde. Die Maustasten und das Scrollrad holen die Kohlen wieder ein wenig aus dem Feuer. Druckpunkt und Haptik sind hier auf einem sehr hohen Niveau, nur das Klickgeräusch leider nicht. Grund zur Klage bietet wieder einmal deren Lautstärke, wobei es sich wie bei den Tasten um Meckern auf hohem Niveau handelt.

   

Besonders angenehm ist die Übertragung der Signale per Funk, da so der Empfänger nicht sichtbar platziert werden muss. Die Tastatur liegt gut in der Hand und wir können keinerlei scharfe Kanten oder unglücklich platzierte drückende Stellen beim Festhalten feststellen. Bereits nach kurzer Zeit hat man sich auch die Position der Tasten eingeprägt, so dass auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine fehlerfreie Steuerung des Wohnzimmer PCs möglich ist.