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ROCCAT SDMS Review - Erscheinungsbild und Funktionsweise

 

Beginnen wir mit der Maus. Kova, angenehm, Effizienzguru. Namen merkt man sich bekanntlich leichter, wenn man ein Gesicht dazu hat. Das fällt bei der ROCCAT Kova schmal und schwarz aus. Eine erste Passprobe bestätigt diesen Eindruck. Für allzu große Hände dürfte diese Maus sogar zu schmal sein. Aber irgendwo müssen die 90 Gramm ja herkommen. Außer den vier LEDs und der ROCCAT-Gravur auf der rechten Maustaste macht diese Gerät einen eher zurückhaltenden Eindruck.

Angenehm ist auch, dass sich die Beleuchtung komplett deaktivieren lässt. Und das ganz ohne Treiber. Richtig gelesen, die ROCCAT Kova lässt sich ohne Software einstellen. Das hat Vor- und Nachteile.

Schön ist, dass man über verschiedene Tastenkombinationen schnell die Einstellung erreicht, die einem beliebt. So lassen sich Beleuchtung zwischen pulsierend und dauerhaft scheinend umstellen, darüber hinaus kann man die Farbe wechseln oder aber immer gleich bleiben lassen. Auch die DPI lässt sich bequem und on the fly zwischen 400, 800, 1600 oder 3200 einstellen. Auch positiv ist, dass ein Treiber weniger auf der Festplatte immer eine potentielle Fehlerquelle weniger bedeutet.

Nachteilig ist das verschenkte Potential. Eine der zwei Kombinationstasten ist lediglich für die treiberlose Konfiguration gedacht und lässt sich nicht mit Makros belegen. Überhaupt lassen sich die Funktionen der Tasten nicht nach Wunsch einstellen. Auch die Abfolge der DPI-Einstellungen lässt sich nicht verändern und ein Wechsel z.B. 400 direkt auf 3200 ist nicht möglich, man muss immer die Zwischenschritte über 800 und 1600 gehen.

Dreht man das Tier auf den Rücken, zeigen sich vier gleitende Samtpfoten und der optische Sensor. Dazu viele Kennzahlen. So wie man sich eine Maus ungefähr vorstellt.

Weiter geht es mit der Arvo Tastatur. Ähnlich schmal und schwarz wie die Kova, präsentiert sich ein Eingabegerät, das einen zweiten Blick wert ist.
Schon alleine der untypischen Anordnung der F-Tasten wegen, die in ihrer Form ohnehin gänzlich aus dem Rahmen fallen (und auch fast von dem oberen Rand der Tastatur). Dann wäre da eine dubiose "Mode"-Taste im rechten oberen Eck, drei Makro-Tasten unter der Leertaste und der unbedingte Eindruck, dass etwas fehlt.

Der Abgleich mit einer herkömmlichen Tastatur löst das Rätsel: Die Arvo hat die beiden rechten Tastenfelder (Numpad + Pfeil- und die darüber liegenden Funktionstasten) miteinander verschmolzen. Die Mode-Taste lässt den Benutzer zwischen den verschiedenen Funktionen wechseln. Hintergrund ist die Länge der Tastatur, die somit um gut 6,5 cm reduziert werden konnte. Es fehlt der Tastatur somit keine Funktion, sie muss allerdings teilweise durch einen weiteren Tastendruck freigeschaltet werden. Ein guter Deal? Wir werden sehen.

Kommen wir zu Apuri. Apuri mutet ein wenig an wie ein Spinnentier, hat dabei aber nur drei Beine. Diese sind starr, die Füße gummiert, womit ein fester Stand gewährleistet wird. Der Galgen soll das Ende für die Plage namens Mauskabel einläuten, die vier USB-Ports für verbesserte Konnektivität auf dem Schreibtisch sorgen.

Neben dem mittlerweile schon gewohnt schwarzen Design, gepaart mit einem silber-grauen ROCCAT-Logo und drei blauen LEDs, fallen zwei weitere Stecker ins Auge. Einer der beiden verbindet Apuri per USB-Kabel mit dem Computer, gehört also zum Hub. Der andere ist ein Stromstecker. Dieser wird über ein ebenfalls im Lieferumfang enthaltenes Netzteil besetzt und versorgt alle USB-Ports mit Strom. Das soll den Stromhunger von gewissen externen USB-Geräten befriedigen und das USB-Signal nicht nur am Leben erhalten, sondern vor allem noch einmal verstärken.

Zum Schluss kommen wir zum Sota, dem Mousepad von ROCCAT. Schwarz, ausreichend dimensioniert. Der erste Gedanke beim Test der Haptik war: "Wo ist das Metall?" (es ist eine Metallfolie, eingezogen zwischen die gummierte Unterlage und der granularen Oberfläche - sie soll dem optischen Sensor eine optimale Schicht sein und somit für ein besseres Abtastergebnis führen). Der zweite Gedanke kommt sogleich hinterher und lautete "Und das soll richtig aufliegen auf dem Tisch?". Die gummierte Auflageschicht macht einen sauberen Eindruck, ebenso die Oberfläche, auf der die Maus laufen soll.

Mehr gibt es nicht zu sagen. Mousepads können ohnehin besser mit Bildern denn mit Worten beschrieben werden.