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Overclocking und Undervolting: Lohnt schneller RAM bei AMD AM3? 4 Kits geben Auskunft

 

Hier haben wir die Module auf ihr Übertaktungsverhalten überprüft: Dabei wurden maximal 1.9 V angelegt, die Stabilität wurde mit verschiedenen Benchmarks und Anwendungen überprüft und  so mussten die Module ebenfall den kompletten Benchmark-Parcour der vorherigen Seite fehlerfrei durchlaufen.

Ursrünglich wollten wir alle Ergebnisse ebenfalls darstellen - Letztendlich ist der Leistungszuwachs derart gering, dass dies ein unnützes Unterfangen wäre. Wir listen daher nur knapp den Leistungszuwachs bei den stabilen Overclocking-Settings und geben Hinweise  für die Eignung der Kits.

(Mushkin-Benchmarks mit Vorsicht bewerten, vgl. Fazit)

 

Rating: Standardtakt

Geamtranking Leistung [%]
Corsair CL8 DDR3-1600 1.65 V 100,0
G.Skill CL9 DDR3-1600 1.5 V 99,5
Mushkin CL8 DDR3-1600 1.9 V 99,3
Silicon Power CL9 DDR3-1600 1.65 V 98,8
Referenz CL7 DDR3-1066 1.5 V 97,3

 

Bei Standardtakt haben die CL8-Kits prinzipiell die Nase ein kleines Stück vorne, insgesamt macht das Corsair-Kit seine Arbeit am Besten. Allerdings sind die Unterschiede derart gering, dass hier sogar ein CL9-Kit seine Arbeit besser als ein CL8-Kit verrichtet - Messtoleranzen stechen hier schon jegliche Marketingkriterien aus. Ersichtlich ist, dass DDR3-1600 gegenüber einem Einstiegskit mit DDR3-1066 einen gewissen Vorteil bringt, denn immerhin 2% gewinnt das System an Leistung.

 

Rating: Overclocking

Geamtranking Leistung [%]
Silicon Power CL10 DDR3-1848 1.65 V 100,0
Corsair CL6 DDR3-1426 1.85 V 99,6
Mushkin CL7 DDR3-1712 1.9 V 99,2
G.Skill CL9 DDR3-1712 1.7 V 98,5

 

Übertaktet hiefen sich die Silicon Power Module vom letzten geradewegs auf den ersten Rang. Hoher Takt bei sehr geringer Spannung lassen erahnen, dass unsere CPU bereits der limitierende Faktor ist.

 

 

 

Gesamtübersicht

Geamtranking Leistung [%]
Silicon Power CL10 DDR3-1848 1.65 V 100,0
Corsair CL6 DDR3-1426 1.85 V 99,6
Mushkin CL7 DDR3-1712 1.9 V 99,2
G.Skill CL9 DDR3-1712 1.7 V 98,5
Corsair CL8 DDR3-1600 1.65 V 98,3
G.Skill CL9 DDR3-1600 1.5 V 97,8
Mushkin CL8 DDR3-1600 1.9 V 97,6
Silicon Power CL9 DDR3-1600 1.65 V 97,1
Referenz CL7 DDR3-1066 1.5 V 95,8

 

Rund 4 % Leistungsplus liegen zwischen dem langsamten Kit bei Standardtakt und dem schnellsten Kit bei Übertaktung, etwa 5% trennen die günstige aber ausreichende Streu vom Weizen - ein insgesamt mageres Ergebnis: Leider  immer noch gilt die Tatsache, dass schneller RAM nur ein sehr geringes Maß an zusätzlicher Leistung schafft. Da Übertaktung "nichts bringt", sehen wir uns das Verhalten bei Verringern der Spannung an.

 

 

 

Undervolting

 

Insbesondere Stromsparer kommen in diesem Abschnitt auf ihre Kosten: Wie wenig Spannung vertragen die Module, um noch mit den Herstellerspezifikationen zu operieren?

Sieger in dieser Disziplin sind erstaunlicherweise wie auch bei Übertaktungsversuchen die Silicon Power Riegel. Anstandslos passierte das Duo unseren Benchmarkparcour mit der geringstmöglichen vom Mainboard verfügbaren Spannung von 1.275V. 

Auf Rang zwei können sich die G.Skill Module platzieren: Mit immerhin nur 1.35V laufen die Herstellerspezifikationen stabil. Wer mit dieser Firma mehr Strom sparen möchte, müsste zur Eco-Serie greifen.

Corsair gab sich in Sachen Undervolting eher bescheiden und quittierte den Dienst bereits bei weniger als 1.55V - Mushkin, sehr für scharfe Latenzen zu empfehlen, will jedoch gefüttert werden: Nur mit satten 1.9V (freigegeben laut Hersteller) laufen die Module auch fehlerfrei. Dass im BIOS des Mainboards dabei natürlich alle Alamglocken klingeln, gefällt uns weniger. Letztendlich aber ist das kein Beinbruch: Mushkin sichert den Betrieb mit dieser vergleichsweise hohen Spannung wie viele andere Hersteller durch Garantie ab.

Wichtig für einen RAM-Betrieb mit geringer Spannung sind die Subtimings: Diese sollten ,sofern möglich, sehr lax eingestellt werden, ansonsten wird das System nicht einwandfrei laufen.

Abschließend zeigen wir eine kurze Leistungsaufnahmemessung bei verschiedenen Taktraten und entsprechenden, gebräuchlichen Spannungen. Es kam das Silicon Power Kit zum Einsatz.

 

 

 

Wie zu sehen, lassen sich durch wenig Spannung doch einige Watt sparen. Für einen HighEnd-Spieler-PC wohl nicht relevant, ist für sparsame Desktop-Systeme, 24/7-PCs oder Surf-Rechner - AMD's Domäne - genügsamer RAM gegebenenfalls eine Überlegung wert. Das Verringern der Spannung spart am meisten, weniger die Reduktion der Taktraten.